Netze schützen Regentonnen
Die Asiatische Tigermücke ist eine Stechmückenart, die ursprünglich aus Südostasien stammt, sich weltweit aber immer mehr ausbreitet und seit einigen Jahren auch als sogenannter Lästling in Seeheim-Jugenheim nachgewiesen ist. Denn im Gegensatz zu den hiesigen Stechmücken sind die Tigermücken rund um die Uhr aktiv und stellen mit ihrem hohen Vorkommen sowie ihrem aggressiven Stechverhalten für Anwohner in den betroffenen Gebieten eine enorme Belästigung dar. Mit verschiedenen Angeboten ist die Gemeinde in der Bekämpfung der Tigermücken aktiv. Neben der Bereitstellung von Bti, einem Bioinsektizid etwa zum Gießen von Abflüssen und Straßengullys, gibt es seit diesem Jahr auch kostenlose Netze für Regentonnen.
Die Netze sind in vier verschiedenen Größen vorhanden und werden mit einem Zipper-Verschluss eng um die Tonnen gezogen, sodass Tigermücken nicht eindringen und ihre Eier ablegen können. Regenwasser lassen die Netze aber problemlos durch. „Das ist eine einfache Methode, um trotz Tigermückenplage auch weiterhin Wasser sammeln und zum Bewässern der Gärten verwenden zu können“, erklärt Lisa Dönges vom Bereich Umwelt und Klimaschutz bei der Gemeindeverwaltung. Bis zu vier Netze gibt die Gemeinde solange der Vorrat reicht kostenlos an Bürger ab. Alternativ besteht die Möglichkeit, die Regentonnen mit einem festen Deckel, einem Standfuß und einem Auslaufhahn zu versehen. Die Gießkanne lässt sich so bequem unter dem Hahn platzieren und die Tonne ist vor den Stechmücken sicher. Brutstätten und Wasseransammlungen konsequent zu vermeiden, gilt als die wichtigste Strategie bei der Bekämpfung der Tigermücken. Dabei sind die ausgesprochen anpassungsfähigen Insekten nicht wählerisch und nutzen nahezu jede Möglichkeit, wo sich Wasser ansammeln kann: etwa in Untersetzern, herumliegendem Spielzeug und Joghurtbechern, verstopften Regenrinnen und Abflüssen oder offenen Regentonnen.
Bti sowie Netze für die Regentonnen gibt es bei vorheriger Terminanfrage bei Lisa Dönges, Tel. 06257/990-206, E-Mail lisa.doenges@seeheim-jugenheim.de
Ausführliche Informationen und Handlungsempfehlungen zu Tigermücken und weiteren invasiven Arten auf der Gemeinde-Webseite gibt es hier.
Zur Asiatischen Tigermücke
Die Asiatische Tigermücke wurde 2018 wurde erstmals in Hessen nachgewiesen. Etliche Meldungen von Bürgerinnen und Bürgern beim Hessischen Landesamt für Gesundheit und Pflege (HLfGP) belegen, dass die lästige Stechmücke seit 2022 auch in einigen Teilen von Seeheim-Jugenheim anzutreffen ist, dabei insbesondere im Ortsteil Seeheim.
Tigermücken können Krankheiten wie etwa das Dengue-Fieber übertragen, was in Deutschland allerdings noch eine eher untergeordnete Rolle spielt. Hierzulande sind sie eher als sogenannter Lästling aktiv, denn die nur etwa einen Zentimeter großen Stechmücken mit ihrem auffälligen schwarz-weiß gestreiften Längsstreifen am Rücken belästigen, einmal angesiedelt, mit ihren Stichen rund um die Uhr. Dies unterscheidet sie von den herkömmlichen Mücken, die nur in der Dämmerung aktiv sind. Die Tigermücken-Saison geht in der Regel von Anfang April bis Ende September.

