Müll gehört in die Tonne
Schuhe, Kleidung und Heimtextilien, die kreuz und quer vor den Altkleidercontainern rumliegen; Glasabfall vom Gurkenglas bis zum Aquarium, der sich vor und auf den Glascontainern stapelt; Sperrmüll vom Bügelbrett bis zur kompletten Sofagarnitur, der an Containerplätzen oder einfach irgendwo achtlos abgelegt wird; Haus- und Biomüll, der an öffentlichen Mülleimern oder auch gerne mal im Elsbach entsorgt wird: Müllsünden und die dazugehörigen Müllsünder scheint es etliche zu geben in Seeheim-Jugenheim, das zeigt sich allerorten. Dabei ist die legale Entsorgung einfach und überwiegend kostenfrei.
„Wer illegal Müll entsorgt, begeht damit eine Ordnungswidrigkeit“, stellt Bürgermeisterin Birgit Kannegießer klar. „Müllsünder müssen schlimmstenfalls mit einem Bußgeld bis zu 100.000 Euro je nach Müll rechnen.“ Zusätzlich kann der kommunale Betriebshof die Kosten für die Entsorgung geltend machen. Abfall darf nur über die entsprechenden Hausmülltonnen für Rest- und Biomüll sowie Papier entsorgt werden. Reicht die Restmülltonne mal nicht aus, kann man im Bürgerbüro für 13 Euro einen weiteren Restmüllsack erwerben. Die Behälter an den Containerplätzen für Glas oder Altkleider werden zudem regelmäßig geleert. Ist ein Container voll, kann man eine andere Einwurfstelle nutzen oder bis zur nächsten Leerung warten. Volle Glascontainer oder Müllablagerungen können außerdem über den Mängelmelder auf der Gemeinde Webseite unter www.seeheim-jugenheim .de gemeldet werden. Gut erhaltene Kleidung sowie Kinderspielzeug nimmt darüber hinaus auch das Sterntaler-Lädchen der AWO in der Sandstraße in Seeheim entgegen. Aber auch in Second-Hand-Läden und Charity-Shops oder auf Online-Plattformen und bei Kleidertauschpartys kann man Gebrauchtes noch einem neuen Nutzen zuführen. Leuchtstoffröhren, Energiesparlampen, Korken, Altmetall, Batterien und Akkus (keine E-Bike-Akkus), Autobatterien, Mobiltelefone, Elektrokleingeräte sowie CDs und Tonerkartuschen können beim kommunalen Betriebshof in der Breslauer Straße abgegeben werden. Die Abholung von Sperrmüll ist zweimal im Jahr kostenlos beim ZAW (Zweckverband Abfall- und Wertstoffeinsammlung für den Landkreis Darmstadt-Dieburg) möglich. Defekte Elektrogroßgeräte können über die Wertstoffhöfe entsorgt werden. „Als Bürgermeisterin kann ich nicht nachvollziehen, dass Bürgerinnen und Bürger diese Möglichkeiten nicht nutzen. Die Beseitigung des wilden Mülls ist teuer und muss durch die Gemeinde finanziert werden. Es sind die Mitarbeiter des Betriebshofs, denen diese Beseitigung zugemutet wird. Das“, so Birgit Kannegießer, „geht gar nicht. So geht man nicht miteinander um.“
Umfassende Informationen zum Thema Abfall und Abfallentsorgung gibt es auf der Webseite des ZAW unter www.zaw online.de sowie auf der Gemeinde-Webseite.

