Zeitungen in einem Zeitungsständer beim Händler

NS-Zwangsarbeit in Seeheim-Jugenheim


2015 beauftragte die Gemeinde die Geschichtswerkstatt der Geschwister-Scholl-Schule in Bensheim damit, als Folgeprojekt zur 2012 erschienenen Dokumentation über die „Opfer des Nationalsozialismus in Seeheim-Jugenheim“ das Thema Zwangsarbeit zu untersuchen. Das Team der Geschichtswerkstatt mit den Lehrern Frank Maus, Franz Josef Schäfer und Peter Ströbel hat gemeinsam mit 16 Schülerinnen und Schülern aus dem Geschichts-Leistungskurs an der Geschwister-Scholl-Schule mehr als zwei Jahre an der Dokumentation gearbeitet. Ziel war es zu klären, wer die ausländischen Arbeitskräfte waren, die während der Kriegsjahre auf dem Gebiet von Seeheim-Jugenheim lebten, woher sie kamen und wie es ihnen hier erging. Wie sah ihr Alltag aus und wo wurden sie eingesetzt? Wer waren ihre Arbeitgeber und wie wurden sie behandelt? Entstanden ist ein rund 400 Seiten umfassendes Buch, das neben der Vorstellung von elf Einzelschicksalen umfassende Informationen zum Thema Zwangsarbeit und zur Situation in Seeheim-Jugenheim liefert.

Das Buch kostet 15 Euro und ist im kommunalen Bürgerbüro im Verwaltungsgebäude am Georg-Kaiser-Platz erhältlich. Darüber hinaus kann man es auch in der Buchhandlung Lesbar in Seeheim (Am Grundweg 14) sowie in der Buchhandlung Zabel in Jugenheim (Ludwigstraße 4A) erwerben.