Zeitungen in einem Zeitungsständer beim Händler

Gedenken auf dem Sebastiansmarkt


Die Evangelische Kirchengemeinde Seeheim-Malchen und die Gemeinde Seeheim-Jugenheim wollen gemeinsam an die Novemberpogrome von 1938 erinnern, die den Auftakt bildeten für die systematische Verfolgung und Ermordung der Juden in Nazi-Deutschland. Am Sonntag, dem 8. November, sind die Bürgerinnen und Bürger dazu eingeladen, der Gedenktafel für die jüdischen Opfer auf dem Sebastiansmarkt nachmittags einen Besuch abzustatten und einen kleinen Stein mitzubringen. Damit soll – ähnlich des Brauchs im Judentum, einen Stein zur Ehrung der Toten auf die Gräber zu legen – ein Davidstern aus den steinernen Fundstücken als Zeichen des Gedenkens und der Achtung entstehen.

Die eigentlich geplante öffentliche Gedenkveranstaltung auf dem Sebastiansmarkt unter anderem mit dem Verlesen der Namen der Opfer, dem Lebensbild einer jüdischen Familie aus Seeheim, einer Rede des Bürgermeisters sowie dem jüdischen Abendgebet musste wegen der aktuellen Corona-Verordnungen abgesagt werden.