Erinnerung an die Novemberpogrome 1938
Mehr als 60 Steine füllten am späten Nachmittag den Davidstern, der vor der Gedenktafel für die jüdischen Opfer in Seeheim-Jugenheim am vergangenen Sonntag auf dem Sebastiansmarkt aufgemalt war. Die Evangelische Kirchengemeinde Seeheim-Malchen und die Gemeinde Seeheim-Jugenheim hatten anlässlich des Jahrestags der Novemberpogrome 1938 die Bürgerinnen und Bürger dazu eingeladen, ein steinernes Fundstück als Zeichen des Gedenkens und der Achtung dort niederzulegen – ähnlich des Brauchs im Judentum, einen Stein zur Ehrung der Toten zu den Gräbern mitzubringen.
Die eigentlich geplante öffentliche Gedenkveranstaltung unter anderem mit dem Verlesen der Namen der Opfer, dem Lebensbild einer jüdischen Familie aus Seeheim, einer Rede des Bürgermeisters sowie dem jüdischen Abendgebet musste aufgrund der aktuellen Corona-Infektionszahlen abgesagt werden.
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Foto: Mi / Gemeinde Seeheim-Jugenheim
