Wie geht’s weiter mit der Sport- und Kulturhalle?

Generalplaner beauftragt, Runder Tisch wird einberufen

Wie geht’s weiter mit der sogenannten Gut Stubb? Das fragen sich viele Bürgerinnen und Bürger in Seeheim-Jugenheim, insbesondere seitdem die Corona-Krise und die damit verbundenen wirtschaftlichen Entwicklungen auch die Arbeit in der Verwaltung beeinträchtigen. „Von der Haushaltssperre, die wir in der Kommune seit Mitte April haben, ist der Neubau der Sport- und Kulturhalle allerdings nicht betroffen“, erklärt Bürgermeister Alexander Kreissl. „Wir arbeiten weiter mit Hochdruck an diesem für die Kommune so wichtigem Projekt. Im März wurde der Generalplaner von der Gemeindevertretung beauftragt, jetzt soll als nächster Schritt ein ‚Runder Tisch‘ ins Leben gerufen werden, bevor es dann in die konkrete Entwurfsentscheidung geht.“

Der Generalplaner, für den die Gemeindevertretung sich entschieden hat, ist in Seeheim-Jugenheim nicht unbekannt. Loewer+Partner Architekten und Ingenieure realisierten bereits die Sporthalle an der Düne im Schuldorf. Gegen vier weitere Konkurrenten konnte sich das Büro aus Darmstadt mit seinem Vorentwurf durchsetzen und sitzt nun an der konkreten Entwurfsplanung, zu der es eine Vorinformation der Gemeindevertretung im Juni geben soll. In der Sitzung im September ist dann die Entscheidung über die endgültige Gestaltung der neuen Sport- und Kulturhalle vorgesehen, die sich an die sogenannte Maximallösung 3G anlehnt.

Nachdem die Sport- und Kulturhalle Ende 2016 aufgrund eines größeren Wasserschadens durch eine undichte Stelle im Dach geschlossen werden musste und eine Reparatur sich als unwirtschaftlich herausstellte, kam die Frage auf, was mit der ohnehin sanierungsbedürftigen Halle passieren soll. Mehrere Varianten waren dabei im Gespräch: von einer Kernsanierung bis zum Neubau mit Büroräumen für die Verwaltung. Die Gemeindevertretung entschied sich im Frühjahr 2018 für die „Mittellösung light“, die eine Vergrößerung der Halle mit einem Sitzungssaal für die Gemeindevertretung und einer zentralen Gemeindebibliothek vorsah. Nach einem massiven Schimmelschaden in einem der vier Archivstandorte der Gemeinde im Rathaus Schulstraße, der im vergangenen Herbst zu Tage trat, wurde die Entscheidung jedoch noch einmal revidiert und die Gemeindevertretung schwenkte auf die sogenannte Maximallösung 3G um, um zusätzlich Raum für Büros und ein neues zentrales Archiv zu schaffen.

Zur Aufgabe des „Runden Tisches“, der jetzt einberufen werden soll, gehört es, die weitere Arbeit am Projekt zu begleiten, gerade wenn es um die konkreten Anforderungen und detaillierte Gestaltungsfragen geht. Neben Vertretern von Vereinen, Parteien und sachkundigen Bürgern sollen ihm auch Mitglieder der Verwaltung angehören. Ein erstes Treffen ist noch im Mai geplant.

Die Steuerung und Kontrolle der Termin- und Kostenziele hat das Büro Hitzler Ingenieure mit seiner Niederlassung in Frankfurt inne, das mit der Projektsteuerung – wie bei öffentlichen Bauprojekten in dieser Größenordnung üblich – beauftragt wurde. 17,1 Millionen Euro sind als Baukostenobergrenze festgesetzt, der Baubeginn ist für Herbst 2021 in der Planung.

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