Schritt für Schritt

Corona-Lockerungen machen weitere Öffnung der Verwaltung möglich

Mitte März mussten die Rathäuser sowie alle dazugehörigen Verwaltungseinrichtungen aufgrund der Corona-Krise für den Publikumsverkehr schließen: Alle Arbeiten fanden seitdem hinter verschlossenen Türen statt, für die Bürgerinnen und Bürger war die Verwaltung in Seeheim-Jugenheim über die Zentrale im Bürgerbüro jedoch weiter telefonisch oder per E-Mail erreichbar. Seit den Lockerungen in den Corona-Verordnungen Ende April öffnen sich auch die kommunalen Verwaltungen wieder Schritt für Schritt. Am 27. April der Betriebshof in der Gemeinde den Anfang gemacht. Metall- und Elektroschrott, alte Batterien oder ausgediente Leuchtmittel können wieder vor Ort abgegeben werden. Zutritt auf das Gelände in der Breslauerstraße gibt es nach vorhergehender Anmeldung am Eingangstor.

In einem zweiten Schritt weitet das Bürgerbüro im Verwaltungsgebäude am Georg-Kaiser-Platz ab Montag, dem 11. Mai, seine Öffnung für den Publikumsverkehr aus. Nach wie vor gilt aber, dass der Besuch, bei dem das Tragen einer Schutzmaske erforderlich ist, erst nach telefonischer Voranmeldung möglich ist. „Die Terminvergabe dient natürlich einerseits dazu, die Auflagen, die zum Kontaktverbot gehören, bestmöglich zu erfüllen“, so Bürgermeister Alexander Kreissl. „Andererseits sehen wir darin auch eine Chance, dass einerseits die Mitarbeiter ihren Arbeitstag besser planen können und dass andererseits die Bürger keine längeren Wartezeiten mehr haben. Wir sind schon seit einiger Zeit an einem Terminsystem mit Online-Buchung dran, durch die Corona-Krise sind wir dabei, das Ganze jetzt noch mal mit Nachdruck voranzutreiben.“ In einer nächsten Stufe sollen dann die weiteren Fachbereiche und Fachdienste im Rathaus für eine persönliche Vorsprache wieder zur Verfügung stehen, jedoch ebenfalls nur nach vorausgegangener Terminvergabe und in einem eigenen Besucherraum.

Die beiden Gemeindebibliotheken nehmen in der zweiten Maiwoche ihren Betrieb wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten auf. Die Bücherei in Jugenheim startet am Dienstag, dem 12. Mai; in Seeheim geht es am Mittwoch, dem 13. Mai, los. Allerdings kann man in dieser Woche noch keine Bücher ausleihen, sondern nur ausgeliehene Bücher zurückgeben. Die Ausleihe ist ab der dritten Maiwoche wieder möglich. Beschränkungen gibt es zudem bei der Besucherzahl: Mehr als zwei Bibliotheksbesucher auf einmal dürfen sich nicht in den Räumen aufhalten.
Auch das Museum Burg Tannenberg und das Schulmuseum sowie die Galerie im Alten Rathaus in Jugenheim bereiten sich auf eine Öffnung vor, ein konkreter Termin dafür steht allerdings noch nicht fest.

Der Veranstaltungs- und Trainingsbetrieb in den Gebäuden der Gemeinde, darunter die Bürgerhallen, die gemeindeeigenen Sporthallen, das Haus Hufnagel, die Begegnungsstätte in der Lindenstraße, der Jugendtreff in der Sandstraße, das Jugendzentrum in Ober-Beerbach sowie die „Alte Schule“ in Stettbach, muss vorerst noch weiter aussetzen, bis es weitere Lockerungen im Kontaktverbot gibt. Dies gilt ebenso für den Spiel- und Trainingsbetrieb im Christian-Stock-Stadion. Die Freiwilligen Feuerwehren haben ihren Übungsbetrieb bis zum 30. Juni eingestellt.

Von den durch die Corona-Krise bedingten allgemeinen Absagen von Großveranstaltungen bis Ende August sind auch eine Reihe von Veranstaltungen der Gemeinde betroffen. So können der Tag der offenen Tür im Betriebshof sowie der Fahrradaktionstag der Jugendförderung (beides Mai), das Jubiläumsfest im Freischwimmbad (Juni) sowie der Ehrenabend auf Schloss Heiligenberg und der Flohmarkt rund um den Sebastiansmarkt (beides August) nicht stattfinden. Ob und unter welchen Auflagen das Schwimmbad in Jugenheim seinen Badebetrieb anbieten kann, ist derzeit noch offen. Der eigentlich für den 15. Mai geplante Saisonstart musste erst einmal verschoben werden.

Was Familien mit kleinen Kindern freut: Die Spielplätze dürfen seit dieser Woche wieder genutzt werden. Wann die Kindertagesstätten wieder für alle Kinder ihre Türen öffnen dürfen, ist derzeit offiziell noch nicht geregelt. Momentan findet lediglich die Notbetreuung für Kinder mit Eltern in systemrelevanten Berufen statt, wobei die Zahl der dazugehörigen Berufe ausgeweitet wurde.

„Na klar – wir sind weiter für Sie da!“: Mit einem Banner vor dem Rathaus in der Schulstraße sowie vor dem Verwaltungsgebäude am Georg-Kaiser-Platz möchte die Gemeindeverwaltung die Bürgerinnen und Bürger in Seeheim-Jugenheim darauf aufmerksam machen, dass der komplette Bürgerservice trotz Corona-Krise weiterläuft. Mit Fragen oder Anliegen kann man sich jederzeit an die Verwaltung wenden. So bietet beispielsweise das Seniorenbüro weiter seine Beratung und Unterstützung an, nur nicht im persönlichen Gespräch vor Ort, sondern telefonisch oder per E-Mail.

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