Ausbau der Kinderbetreuung in der Gemeinde

Stand: 22. Oktober 2019

Wir möchten Sie auf dem Laufenden halten. Deshalb informieren wir Sie an dieser Stelle über wichtige aktuelle Informationen zum Ausbau der Kinderbetreuung in der Gemeinde.


Containerlösung für Malchen gefunden – Ausbau der Kinderbetreuung kann im Plan bleiben

Veröffentlicht am 22. Oktober 2019

Nach Auswertung des erforderlichen Interessenbekundungsverfahrens für die Container, die in Malchen als Übergangslösung zum Ausbau der Kinderbetreuung gestellt werden sollten, sah es im September noch düster aus: Die eingegangenen Angebote überstiegen die angesetzte Kostenberechnung um ein Mehrfaches. Und damit war klar, dass nach einer neuen Lösung gesucht werden muss und sich der angesetzte Zeitplan verzögert – eine enttäuschende Aussicht für die betroffenen Eltern. Mit Hochdruck hat die Gemeindeverwaltung seitdem an einer Alternative gearbeitet und ist nun mit einer gebrauchten Containeranlage fündig geworden. 

Der Zuleitungskanal für Strom, Wasser sowie Abwasser für die Containeranlage, die am Ortsende von Malchen auf dem Parkplatz an den Sportplätzen errichtet werden soll, ist bereits verlegt, in dieser Woche geht es mit den Gründungsarbeiten weiter. In der letzten Oktoberwoche beginnt dann die Firma Adapteo mit dem Aufbau der gebrauchten Containeranlage, die auf die Bedürfnisse für die Übergangslösung  in Seeheim-Jugenheim angepasst wird. Wie geplant entsteht der Raum für zwei U3-Gruppen mit jeweils 12 Kindern sowie eine Ü3-Gruppe mit maximal 25 Kindern. Eine weitere Ü3-Gruppe mit maximal 20 Kindern soll darüber hinaus in der nahestehenden Bürgerhalle in Malchen untergebracht werden. Die dazu erforderliche Toilettenanlage befindet sich momentan im Ausbau.

Die Containerfirma benötigt etwa drei Wochen für den kompletten Aufbau der Anlage. Danach geht es mit der technischen Ausstattung weiter und der anschließenden TÜV-Abnahme. Ist das erfolgt, müssen noch die Innenräume möbliert sowie das Außengelände gestaltet werden. Parallel dazu finden derzeit die Stellenausschreibungen für die Betreuung im Ü3-Bereich statt, sodass die Gemeindeverwaltung zuversichtlich ist, mit dem Betrieb der neuen Betreuungseinrichtung im Februar starten zu können, wie es ursprünglich vorgesehen war. „Ich bin sehr froh, dass wir so schnell eine solch gute Lösung für Malchen gefunden haben und mit dem Ausbau der Kinderbetreuung nun doch im Plan bleiben können“, so Bürgermeister Alexander Kreissl. „Sobald die Platzanfragen für die Betreuungsplätze aktualisiert sind, können wir die betroffenen Eltern anschreiben und den konkreten Termin für den Start nennen.“

Um den erhöhten Betreuungsbedarf im U3- als auch Ü3-Bereich schnellstmöglich abdecken zu können, hatte der Gemeindevorstand im Frühjahr dieses Jahres beschlossen, für einen Zeitraum von 14 Monaten vier Kindergruppen in Malchen zu installieren: drei in einer modularen Containeranlage auf dem Parkplatz des Sportplatzes, die vierte im Sitzungssaal der Bürgerhalle Malchen. Das Angebot sollte dabei nur eine temporäre Lösung darstellen, um in der Zwischenzeit die Voraussetzungen für eine dauerhafte Betreuungseinrichtung zu schaffen.


Auf dem Bild (v.l.n.r.): Ingrid Ingerfeld vom Bereich Liegenschaften der Gemeinde, Bürgermeister Alexander Kreissl sowie Martin Pleil und Benjamin Hock vom Betriebshof beim Spatenstich für die Gründungsarbeiten der Containeranlage in Malchen.

Foto: Mi / Gemeinde Seeheim-Jugenheim


Überteuerte Angebote – Ausbau der Kinderbetreuung verzögert sich

Veröffentlicht am 4. September 2019

Um den erhöhten Betreuungsbedarf im U3- als auch Ü3-Bereich schnellstmöglich abdecken zu können, hatte der Gemeindevorstand im Frühjahr dieses Jahres beschlossen, für einen Zeitraum von 14 Monaten vier Kindergruppen in Malchen zu installieren: drei in einer modularen Containeranlage auf dem Parkplatz des Sportplatzes, die vierte im Sitzungssaal der Bürgerhalle Malchen. Das Angebot sollte dabei nur eine temporäre Lösung darstellen, um in der Zwischenzeit die Voraussetzungen für eine dauerhafte Betreuungseinrichtung zu schaffen.

Die Inbetriebnahme der temporären Containerlösung war für Ende 2019/Anfang 2020 vorgesehen. Doch nach Auswertung des erforderlichen Interessenbekundungsverfahrens gingen lediglich zwei Angebote für die Container ein, die die angesetzte Kostenschätzung bis zum Dreifachen überstiegen. „Solche überteuerten Angebote scheinen momentan im Bausektor sehr häufig vorzukommen“, so Bürgermeister Alexander Kreissl. „Aber wir können nicht ohne Weiteres ein Mehrfaches an Kosten aufbringen, erst recht nicht für eine nur vorübergehende Lösung.“

Bei der geplanten Ü3-Notgruppe in der Bürgerhalle Malchen kam erschwerend hinzu, dass für einzelne Gewerke überhaupt keine Angebote von Fachfirmen abgegeben wurden und somit das Ausschreibungsverfahren von Neuem angesetzt werden musste. „Wir sind somit in der schwierigen Lage, den sich auf der Warteliste befindlichen Eltern derzeit keinen verbindlichen Termin für die Aufnahme ihrer Kinder nennen zu können“, äußert der Bürgermeister mit großem Bedauern, der die betroffenen Familien jetzt in einem Infoschreiben über die Situation in Kenntnis gesetzt hat.

Die Gemeinde arbeitet derzeit mit Hochdruck an Alternativen, um so schnell wie möglich den Ausbau der Kinderbetreuung realisieren zu können. So haben bereits Besichtigungstermine von Ausweichobjekten mit der Kindertagesstättenfachberatung des Landkreises Darmstadt-Dieburg stattgefunden. Noch hat sich aber keine konkrete Lösung gefunden. „Eigentlich sind wir bei der Planung im Frühjahr davon ausgegangen, dass es Schwierigkeiten geben könnte, genug Betreuungspersonal zu finden“, so der Rathauschef. „Doch dass wir jetzt das Personal haben und keine Unterbringungsmöglichkeiten, haben wir uns nicht vorstellen können und stellt eine enorme Herausforderung dar. Ich weiß, dass die Situation für die betroffenen Eltern sehr schwierig ist und wir tun momentan wirklich unser Möglichstes, um ein Angebot zu schaffen.“

Um die Eltern über die Maßnahmen zur kurzfristigen Bereitstellung von Kinderbetreuungsplätzen auf dem Laufenden zu halten, informiert die Gemeinde ab sofort auf ihrer Webseite über den weiteren Ausbau der Kinderbetreuung.