Ausbau der Kinderbetreuung in der Gemeinde

Stand: 4. September 2019

Wir möchten Sie auf dem Laufenden halten. Deshalb informieren wir Sie an dieser Stelle über wichtige aktuelle Informationen zum Ausbau der Kinderbetreuung in der Gemeinde.


Überteuerte Angebote – Ausbau der Kinderbetreuung verzögert sich

Veröffentlicht am 4. September 2019

Um den erhöhten Betreuungsbedarf im U3- als auch Ü3-Bereich schnellstmöglich abdecken zu können, hatte der Gemeindevorstand im Frühjahr dieses Jahres beschlossen, für einen Zeitraum von 14 Monaten vier Kindergruppen in Malchen zu installieren: drei in einer modularen Containeranlage auf dem Parkplatz des Sportplatzes, die vierte im Sitzungssaal der Bürgerhalle Malchen. Das Angebot sollte dabei nur eine temporäre Lösung darstellen, um in der Zwischenzeit die Voraussetzungen für eine dauerhafte Betreuungseinrichtung zu schaffen.

Die Inbetriebnahme der temporären Containerlösung war für Ende 2019/Anfang 2020 vorgesehen. Doch nach Auswertung des erforderlichen Interessenbekundungsverfahrens gingen lediglich zwei Angebote für die Container ein, die die angesetzte Kostenschätzung bis zum Dreifachen überstiegen. „Solche überteuerten Angebote scheinen momentan im Bausektor sehr häufig vorzukommen“, so Bürgermeister Alexander Kreissl. „Aber wir können nicht ohne Weiteres ein Mehrfaches an Kosten aufbringen, erst recht nicht für eine nur vorübergehende Lösung.“

Bei der geplanten Ü3-Notgruppe in der Bürgerhalle Malchen kam erschwerend hinzu, dass für einzelne Gewerke überhaupt keine Angebote von Fachfirmen abgegeben wurden und somit das Ausschreibungsverfahren von Neuem angesetzt werden musste. „Wir sind somit in der schwierigen Lage, den sich auf der Warteliste befindlichen Eltern derzeit keinen verbindlichen Termin für die Aufnahme ihrer Kinder nennen zu können“, äußert der Bürgermeister mit großem Bedauern, der die betroffenen Familien jetzt in einem Infoschreiben über die Situation in Kenntnis gesetzt hat.

Die Gemeinde arbeitet derzeit mit Hochdruck an Alternativen, um so schnell wie möglich den Ausbau der Kinderbetreuung realisieren zu können. So haben bereits Besichtigungstermine von Ausweichobjekten mit der Kindertagesstättenfachberatung des Landkreises Darmstadt-Dieburg stattgefunden. Noch hat sich aber keine konkrete Lösung gefunden. „Eigentlich sind wir bei der Planung im Frühjahr davon ausgegangen, dass es Schwierigkeiten geben könnte, genug Betreuungspersonal zu finden“, so der Rathauschef. „Doch dass wir jetzt das Personal haben und keine Unterbringungsmöglichkeiten, haben wir uns nicht vorstellen können und stellt eine enorme Herausforderung dar. Ich weiß, dass die Situation für die betroffenen Eltern sehr schwierig ist und wir tun momentan wirklich unser Möglichstes, um ein Angebot zu schaffen.“

Um die Eltern über die Maßnahmen zur kurzfristigen Bereitstellung von Kinderbetreuungsplätzen auf dem Laufenden zu halten, informiert die Gemeinde ab sofort auf ihrer Webseite über den weiteren Ausbau der Kinderbetreuung.