KiTa-Neubau auf dem Bolzplatzgelände

Gemeindevertretung trifft Entscheidung für Standort

Es gibt zu wenig Betreuungsplätze im U3- und im Ü3-Bereich: Dieses Fazit trifft auf Seeheim-Jugenheim wie auf nahezu alle Kommunen im Landkreis zu. Eine erste Maßnahme der Gemeinde, um hier Abhilfe zu schaffen, war die temporäre Errichtung einer Container-KiTa in Malchen, die eigentlich im April ihren Betrieb aufnehmen sollte, Corona-bedingt aber erst seit Anfang Juni am Start ist. Eine weitere Entscheidung wurde bei der letzten Sitzung der Gemeindevertretung am 18. Juni getroffen: Ein KiTa-Neubau mit sechs Gruppen soll auf dem Gelände des Bolzplatzes in Jugenheim entstehen.

Vorausgegangen war eine Prüfung mit insgesamt 20 Standorten für einen KiTa-Neubau, wobei sich der Sozialausschuss als auch der Haupt- und Finanzausschuss im Vorfeld für das Bolzplatzgelände aussprachen. Zum einen ist der Bedarf an Betreuungsplätzen in Jugenheim am größten, zum anderen handelt es sich hier um ein Gelände in Gemeindebesitz, dessen Fläche groß genug ist, um einen sechszügigen Ausbau zu realisieren. Bei fast allen anderen Standorten hätte es nur Platz für weniger Gruppen gegeben. „Ich freue mich sehr, dass wir zu so einer guten Lösung gekommen sind“, erklärt Bürgermeister Alexander Kreissl. „Wir setzen als Verwaltung nun alles daran, um das Projekt so schnell wie möglich voranzubringen. Das ist mir als Signal an die Eltern sehr wichtig.“ Bereits am 30. Juni gibt es das Auftakttreffen in der Verwaltung für das Bauvorhaben.

Einen Betreuungsplatz für alle Kinder in der Gemeinde wird es mit dem Neubau in Jugenheim aber immer noch nicht geben, weshalb ein weiterer geeigneter KiTa-Standort ausgemacht werden soll. Im Krippenbereich liegt die Versorgungsquote in der Gemeinde derzeit bei 49,6 Prozent, im Kindergartenbereich bei 92 Prozent. Zum Vergleich: Die Versorgungsquote im Landkreis beträgt 42 Prozent bei den Krippenkindern und zwischen 90 und 92 Prozent bei den Kindergartenkindern.

Momentan findet in den KiTas der Kommune wie in allen anderen Betreuungseinrichtungen landesweit ein eingeschränkter Regelbetrieb statt, wobei versucht worden ist, jedem Kind nach der langen Schließzeit aufgrund der Corona-Krise einen Besuch in seiner Gruppe zu ermöglichen. Nach einer dreiwöchigen Pause in den Sommerferien starten die Gemeinde-KiTas dann mit dem regulären Betrieb ab dem 28. Juli, der jedoch auch weiter mit Einschränkungen durch die Corona-Verordnungen belegt sein wird.

Foto: Mi / Gemeinde Seeheim-Jugenheim

Seit Anfang Juni hat die Container-KiTa in Malchen ihren Betrieb aufgenommen. Elf U3- und vier Ü3-Kinder werden dort zurzeit betreut, nach den Sommerferien folgen dann nach und nach die weiteren Betreuungskinder, sodass bis Ende Oktober alle Plätze belegt sein werden. Wie schön es sich auf dem neu gestalteten Außengelände spielen lässt, davon konnte sich Bürgermeister Alexander Kreissl beim Besuch in Malchen gemeinsam mit Erzieherin Daniela Gerer überzeugen. Auf das Tragen einer Schutzmaske wird in der KiTa verzichtet, da die Masken gerade für die ganz Kleinen, die noch in der Eingewöhnungszeit sind, eher irritierend wirken. Auf Abstand wird, soweit beim Spielen möglich, geachtet.

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