Spielzimmer für Flüchtlingskinder

Der Wolken Himmel über der Gemeinschaftsunterkunft „Linde“ in Jugenheim ist an diesem Vormittag voller grauer Wolken. Für die Flüchtlingskinder in der Einrichtung scheint die Sonne, denn ab sofort haben sie ein Spielzimmer. Bisher mussten sie bei schlechtem Wetter in den Zimmern, die sie mit den Eltern und bisweilen auch den Geschwistern teilen, oder auf den Fluren spielen.

Die Idee dazu stammt von der Sozialarbeiterin Petra Döll und dem zuständigen Fachdienstleiter im Rathaus Ralf Sturm. Für die Einrichtung mit einem Spieltisch, Stühlen, einem Regal und einer großen Sitzecke sorgte der private Frühstückskreis „Beethovenring“. Die sechs Frauen um Karin Neipp und Ursula Listner spendeten rund 600 Euro. Davon wurden zudem Spielzeug, Bücher, Puppen, Steckspiele und Miniaturautos gekauft.

Die 15 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren aus Syrien, Afghanistan, Pakistan, Eritrea, Iran, Irak und Somalia spielen bei der Übergabe des Zimmers gleich mit großer Freude.

An einem Wandbehang – auf dem ein Baum aufgenäht ist – stehen auf Papierschildchen ihre Namen. Diesen Raumschmuck hat die Nähgruppe der Flüchtlingsfrauen mit Unterstützung von Thea Mollo von Helferkreis in Handarbeit hergestellt. Betreut wird der Nachwuchs von Petra Döll und den Eltern der Kinder.

Weiterhin hat ein anonymer Spender achtzehn Rucksäcke gekauft und mit Schulutensilien wie Tuschkästen, Hefte und Buntstifte gefüllt. Die Gemeinde hat sie an die Flüchtlingskinder der ersten drei Schuljahre verteilt. Nun können diese Schulkinder gut lernen und sich integrieren.

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