Schloss-Geschichte verbindet mit Karlovo

Die Geschichte des Adelsgeschlechts der Battenberger verbindet Seeheim-Jugenheim und die bulgarische Stadt Karlovo. Landschaftlich liegen beide Kommunen am Fuß von Bergen: Der Bergstraße und dem Odenwald sowie dem Balkangebirge. Daran erinnerten Bürgermeister Olaf Kühn und Joachim Horn, Vorsitzender der Stiftung Heiligenberg Jugenheim, in Ansprachen bei der Festveranstaltung „Karlovo zu Gast in Seeheim-Jugenheim“.

Foto: Bulgarische Tänze präsentierte die Folkloregruppe Mindrele aus Darmstadt zur Eröffnung des Informations-Festes Seeheim-Jugenheim mit der Stadt Karlovo. (pae-foto)

Aus der bulgarischen Stadt kam eine sechsköpfige Delegation mit Bürgermeister Emil Kabaivanov an der Spitze an die Bergstraße. Gemeinsam mit den beiden Konsuln der Republik Bulgarien in Frankfurt und deren Familien sowie zahlreichen Mitglieder der Deutsch-Bulgarischen Gesellschaft und mehr als 200 Besuchern präsentierte sich die ostmitteleuropäische Stadt mit einer Multimedia-Vorführung, einem Wein- und Essensstand.

Der stellvertretende Bürgermeister Karlovos Anton Minev gab viele interessante Informationen zu seinem Bildervortrag. Die Aufzählung der Besonderheiten reichte von der Natur über die Jahrtausende alte Geschichte bis zur Gastfreundschaft des Volkes.

Joachim Horn erläuterte, dass nach dem Fall des Eisernen Vorhangs eine Reihe Bulgaren das Schloss besuchten. Der Grund dafür ist, dass Alexander von Battenberg der erste Fürst von Bulgarien war, der das Land einte. Alexander verbrachte seine Kindheit und Jugend im Stammschloss seiner Adelslinie. Da dies nirgendwo erkenntlich war, wurde vor etwa zehn Jahren in Anwesenheit der bulgarischen Botschafterin am Eingangstor zum Schloß Heiligenberg eine Gedenktafel angebracht.

Intensivere Kontakte zwischen der Stiftung und der Stadt wurden geknüpft, als die Vizepräsidentin und promovierte Bulgaristin sowie Slawistin Sigrun Comati mit ihrer Studienfreundin das Schloss vor zwei Jahren besichtigte. Daraufhin reiste eine kleine Delegation der Stiftung Heiligenberg im Juni vergangenen Jahres zum berühmten Rosenfest in Karlovo. Am Ende wurde der Reise wurde eine Gegeneinladung ausgesprochen, die nun zum Fest führte.

Die Folkloregruppe Mindrele aus Darmstadt führte verschiedene bulgarische Tänze vor. Am Ende tanzten Bulgaren und Deutsche „Hand in Hand“ im Innenhof des Schlosses. Bei einem vorangegangenen Arbeitsgespräch hatten sich die beiden Bürgermeister für eine Vereinbarung freundschaftlicher Beziehungen ausgesprochen. Dafür wollen sie sich in ihren Kommunalparamenten und bei der jeweiligen Bevölkerung einsetzen.

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