Trauzimmer Haus Hufnagel

Heiraten in Seeheim-Jugenheim

Sie haben den Menschen gefunden, mit dem Sie Ihr Leben verbringen wollen? Sie möchten heiraten und haben viele Fragen rund um den schönsten Tag Ihres Lebens? Dann sind Sie hier genau richtig. Um Ihnen die Planung zu erleichtern, erhalten Sie auf den folgenden Seiten grundlegende Informationen über das Heiraten.

Den wichtigsten Teil haben Sie schon hinter sich: die Auswahl des Partners! Bei fast allem anderen können wir Ihnen behilflich sein.


Die häufigsten Fragen in Kürze:

Seit 01.07.1998 ist der Begriff des Aufgebotes weggefallen. An seine Stelle ist die Anmeldung der Eheschließung getreten. Im Gegensatz zum bisherigen Aufgebot wird die Anmeldung der Eheschließung nicht mehr für eine Woche öffentlich ausgehangen.

Auch wenn einiges im Eherecht geändert wurde, so besteht weiterhin, mit der Anmeldung der Eheschließung, die Pflicht der Standesbeamtin / des Standesbeamten, die Ehefähigkeit zu prüfen und etwaige Ehehindernisse zu ermitteln. Für die Anmeldung der Eheschließung sind somit einige wichtige Unterlagen erforderlich.

Nachfolgend möchten wir aber zunächst versuchen, Ihnen die uns am häufigsten gestellten Fragen, im Zusammenhang mit der Anmeldung der Eheschließung, zu beantworten:

1. Wo müssen wir die Eheschließung anmelden?

Die Eheschließung muss bei dem Standesamt angemeldet werden, in dessen Bezirk einer der/oder beide Partner seinen/ihren Wohnsitz hat/haben. Bei getrennten oder mehreren Wohnsitzen besteht die Wahlmöglichkeit. Ist einer der Wohnsitze auch der gewünschte Eheschließungsort, so bietet es sich an, die Eheschließung dort auch anzumelden.

2. Wir möchten nicht an unserem Wohnsitz heiraten. Kann die Heirat auch bei einem anderen Standesamt erfolgen?

Ja. Setzten Sie sich vor Ihrer Planung mit Ihrem ausgewählten Standesamt in Verbindung und bringen Sie uns bitte am Tag der Anmeldung der Eheschließung die Adresse des ausgewählten Standesamtes mit, da die Unterlagen vom Standesamt Seeheim-Jugenheim dorthin gesandt werden. Wir dürfen Sie darauf hinweisen, dass Sie keinen Rechtsanspruch auf eine Terminvergabe bei einem auswärtigen Standesamt haben.

Möchten Sie im Ausland heiraten, können Ihnen die Botschaften des jeweiligen Staates weiterhelfen. Deutsche Staatsangehörige erkundigen sich bitte vor der Eheschließung im Ausland beim örtlichen zuständigen deutschen Standesamt über die Anerkennung der im Ausland geschlossenen Ehe. Ausländische Staatsangehörige bitte bei ihrer zuständigen ausländischen Vertretung in Deutschland.

3. Wie lange ist die Anmeldung der Eheschließung gültig?

Seit dem 01.07.1998 ist der Aushang entfallen. Liegt kein Ehehindernis vor, wird die Anmeldung sofort rechtskräftig und hat eine Gültigkeit von sechs Monaten. Das heißt, dass Ihr Eheschließungstermin innerhalb dieser sechs Monate liegen muss.

Wenn Sie schon sehr frühzeitig planen, beachten Sie bitte, dass die Anmeldung auch erst sechs Monate vor Ihrem Wunschtermin erfolgen kann. Allerdings gibt es bei Auslandsbeteiligung auch Ausnahmen mit kürzerer Geltungsdauer.

4. Müssen wir gemeinsam die Eheschließung anmelden?

Grundsätzlich gilt, dass die Partner die Eheschließung gemeinsam und persönlich anmelden sollen. Ist einer der Partner aus wichtigem Grund verhindert, so kann er den Anderen bevollmächtigen, die Anmeldung der Eheschließung alleine vorzunehmen. Die Vollmacht (Beitrittserklärung) muss alle für die Anmeldung erforderlichen Angaben enthalten. Bitte benutzen Sie den Vordruck, den das Standesamt für Sie bereithält.

5. Welche Unterlagen benötigen wir für die Anmeldung der Eheschließung?

Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden. Die gesetzlichen Voraussetzungen können je nach persönlichen Umständen verschieden sein und richten sich außerdem nach Ihrer Staatsangehörigkeit. Unter Unterlagen für die Anmeldung der Eheschließung werden wir vorab versuchen für die einfachsten Fälle die notwendigen Unterlagen zu erläutern.

Ausländische Staatsangehörige oder Deutsche, die im Ausland geboren sind, sowie Aussiedler bitten wir, im Standesamt vorzusprechen. Wir beraten Sie dann ausführlich, welche Unterlagen sie für Ihre Anmeldung der Eheschließung benötigen.


Unterlagen für die Anmeldung der Eheschließung:

Benötigte Unterlagen bei von Geburt an deutschen Staatsangehörigen, die volljährig sind und nicht im Ausland geboren wurden

Unterlagen für alle anderen Fälle fragen Sie bitte persönlich – nicht telefonisch – bei Ihrem zuständigem Standesamt nach. Je nach Familienstand und persönlichen Umständen werden unterschiedliche Unterlagen vom Gesetz vorgeschrieben. Grundsätzlich gilt, dass jeder der Partner

  • einen gültigen Personalausweis oder einen gültigen Reisepass vorzulegen hat.

Darüber hinaus benötigen Sie, …

… wenn Sie noch nie verheiratet waren / noch keine eingetragene Lebenspartnerschaft begründet haben / ledig sind:

  • eine neu (vor nicht mehr als 6 Monaten) ausgestellte beglaubigte Abschrift aus dem Geburtsregister (keine Geburtsurkunde), erhältlich beim Geburtsstandesamt
  • eine aktuelle (vor nicht mehr als 8 Tagen ausgestellte) Aufenthaltsbescheinigung des Meldeamtes (keine Meldebescheinigung) mit Angabe des Familienstandes, der Staatsangehörigkeit und des Wohnsitzes. Die Anmeldung allein ist nicht ausreichend.

… wenn Sie schon einmal oder mehrmals verheiratet waren:

  • eine neu (vor nicht mehr als 6 Monaten) ausgestellte beglaubigte Abschrift aus dem Geburtsregister (keine Geburtsurkunde), erhältlich beim Geburtsstandesamt
  • eine neu ausgestellte beglaubigte Abschrift aus dem Eheregister der Vorehe mit Auflösungsvermerk, (erhältlich beim Eheschließungsstandesamt), wenn die letzte Vorehe in Deutschland nach dem 01.01.1958 geschlossen wurde, oder eine neu ausgestellte Eheurkunde mit Auflösungsvermerk; falls die Auflösung in der Urkunde nicht eingetragen ist, Auflösungsurteil mit Rechtskraftvermerk oder Sterbeurkunde
  • zusätzlich zur unmittelbar vorangegangenen Ehe müssen Sie alle früheren Ehen und die Art ihrer Auflösung angeben. Wir empfehlen vorhandene Dokumente mitzubringen, aus denen sich die Daten sicher erkennen lassen, also z.B. Heiratsurkunden, Familienbuchabschriften älteren Datums, Sterbeurkunden, Scheidungsurteile.
  • eine aktuelle (vor nicht mehr als 8 Tagen ausgestellte) Aufenthaltsbescheinigung des Meldeamtes (keine Meldebescheinigung) mit Angabe des Familienstandes, der Staatsangehörigkeit und des Wohnsitzes. Die Anmeldung allein ist nicht ausreichend.

… wenn Sie bereits eine Lebenspartnerschaft geführt haben, die aufgelöst wurde:

  • eine neu (vor nicht mehr als 6 Monaten) ausgestellte beglaubigte Abschrift aus dem Geburtsregister (keine Geburtsurkunde), erhältlich beim Geburtsstandesamt eine neu ausgestellte Lebenspartnerschaftsurkunde mit Auflösungsvermerk; falls die Auflösung in der Lebenspartnerschaftsurkunde nicht eingetragen ist, Auflösungsurteil mit Rechtskraftvermerk oder Sterbeurkunde
  • eine aktuelle (vor nicht mehr als 8 Tagen ausgestellte) Aufenthaltsbescheinigung des Meldeamtes (keine Meldebescheinigung) mit Angabe des Familienstandes, der Staatsangehörigkeit und des Wohnsitzes. Die Anmeldung allein ist nicht ausreichend.
  • eine Bescheinigung über die namensrechtliche Erklärung nach § 3 Abs. 1 bis 3 des LPartG, sofern Sie während Ihrer Lebenspartnerschaft einen anderen Namen erklärt haben.

… wenn Sie gemeinsame Kinder haben, die in Deutschland geboren sind:

  • eine neu (vor nicht mehr als 6 Monaten) ausgestellte beglaubigte Abschrift aus dem Geburtsregister des Kindes (keine Geburtsurkunde), erhältlich beim Geburtsstandesamt

Wenn Sie sich in dieser Aufzählung wiederfinden, reichen die genannten Unterlagen meistens aus. Allerdings können in Einzelfällen weitere Unterlagen notwendig werden.

In folgenden Fällen sollten sie sich auf jeden Fall persönlich beim Standesamt erkundigen:

  • ein Partner besitzt eine ausländische Staatsangehörigkeit
  • ein Partner ist nicht im Bundesgebiet geboren
  • ein Partner hat im Ausland geheiratet
  • ein Partner ist im Ausland geschieden worden

Benötigte Unterlagen für die Anmeldung der Eheschließung mit Auslandsbeteiligung

Wenn mindestens einer der beiden Partner nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, so sollten Sie in jedem Fall das zuständige Standesamt aufsuchen und ein persönliches Beratungsgespräch führen.

Der Standesbeamte muss bei Auslandsbezug das jeweilige Heimatrecht berücksichtigen. Nicht nur das deutsche Recht ist ständigen Änderungen unterworfen, sondern auch im anzuwendenden ausländischen Recht ergeben sich neben zahlreichen Eheschließungsvoraussetzungen auch umfangreiche Richtlinien, die bei der Informationserteilung berücksichtigt werden müssen. Da die Gesetze in jedem Land anders sind, kann an dieser Stelle nicht auf die Eheschließungsvoraussetzungen eingegangen werden.


Sie wollen im Ausland den Bund fürs Leben schließen? Was ist bei einer Eheschließung im Ausland zu beachten?

Gültigkeit der im Ausland geschlossenen Ehe:

Deutsche Staatsangehörige können überall heiraten. Eine im Ausland geschlossene Eheschließung ist grundsätzlich in Deutschland gültig.

Es gibt kein förmliches Anerkennungsverfahren, sondern nur eine Anzeigepflicht der Ehegatten. Die Ehegatten sind verpflichtet, in Deutschland die Eheschließung beim Einwohnermeldeamt ihres Wohnortes anzuzeigen.

Nach Eheschließung im Ausland kann beim Wohnortstandesamt ein Eheregister beantragt werden. Diese deutsche Urkunde beweist die Eheschließung und gibt Aufschluss über die Namensführung in der Ehe.

Eine Eheschließung im Ausland ist in Deutschland gültig, wenn sie nach den im Land geltenden Gesetzen geschlossen wurde und nicht gegen Verfassungsgrundsätze verstößt. Gegen Verfassungsgrundsätze verstoßen insbesondere sogenannte Mehrehen, also mehrere gleichzeitig bestehende Ehen einer Person.

Anders als in Deutschland sind im Ausland teilweise auch religiöse Eheschließungen möglich. Genau wie Eheschließungen durch staatliche Stellen sind auch diese in Deutschland gültig, wenn dies nach dem im Land geltenden Recht möglich ist und die Eheschließung bei staatlichen Stellen registriert wurde. Sollten Sie eine religiöse Eheschließung planen, erkundigen Sie sich zur Sicherheit bei der Auslandsvertretung des Landes, in dem Sie heiraten möchten.

Namensführung:

Grundsätzlich behält jeder Deutsche, der im Ausland heiratet, seinen bisherigen Familiennamen. Bei Rückkehr nach Deutschland können Sie bei Ihrem Standesamt erfragen, welche Möglichkeiten zur Namensführung in der Ehe bestehen.

Sollten Sie bei der Eheschließung im Ausland eine Namensführung bestimmt haben, muss diese auf ihre Gültigkeit nach deutschem Recht geprüft werden.

Wie wird die im Ausland geschlossene Ehe urkundlich nachgewiesen?

Als Nachweis über die im Ausland geschlossene Ehe sollten Sie sich eine Heiratsurkunde ausstellen lassen. Grundsätzlich müssen die Heiratsurkunden von der Deutschen Botschaft in dem Land, in dem die Eheschließung war, legalisiert werden. Mit der Legalisation bestätigt die Deutsche Botschaft die Echtheit des Dienstsiegels und der Unterschrift der beglaubigenden Person.

Mit einigen Ländern bestehen zwischenstaatliche Vereinbarungen, sodass auf die Legalisation verzichtet werden kann und statt dessen eine Apostille verlangt wird. Eine Apostille ist eine Überbeglaubigung durch die übergeordnete ausländische Behörde. Einige Länder haben mit Deutschland vereinbart, dass auch auf die Apostille verzichtet werden kann, d.h. dass die Heiratsurkunde in der Form anerkannt werden kann, wie sie von der zuständigen Behörde ausgestellt wird. Da hier nicht für jedes Land aufgeführt werden kann, ob Legalisation oder Apostille erforderlich sind, sollten Sie sich im Zweifelsfall beim Standesamt erkundigen.

Einige Länder stellen Urkunden nicht nur in der Landessprache aus, sondern erstellen auch Urkunden auf internationalen Vordrucken. Diese haben den Vorteil, dass u.a. auch die deutsche Sprache aufgeführt ist und Sie so die Kosten für eine Übersetzung sparen. Sollte die Behörde Ihnen keine internationale Heiratsurkunde ausstellen, muss die Urkunde von einem in Deutschland ermächtigten Übersetzer übersetzt werden.


Heiratseintrag, ehemals Familienbuch

Das Familienbuch wird seit dem 01.01.2009 als Heiratseintrag fortgeführt.

Die aus dem Heiratseintrag erstellte Eheurkunde beinhaltet:

  • Angaben zu den Personalien der Ehegatten,
  • deren Eheschließung,
  • deren Namensführung,
  • und möglichen Auflösungsvermerken der Ehe.

Für eine Eheschließung im Bundesgebiet wird das Heiratsregister im Anschluss an diese automatisch angelegt.

Bei einer im Ausland geschlossen Ehe kann diese nur auf Antrag nachregistriert werden. Der Antrag kann beim Standesamt Seeheim-Jugenheim gestellt werden, wenn einer der Ehegatten seinen Wohnsitz in Seeheim-Jugenheim hat.

Bei Abgabe des Antrags sind alle Original-Unterlagen (keine Kopien) notwendig. Fremdsprachige Unterlagen sind mit deutschen Übersetzungen einzureichen. Die Übersetzungen sind von einem in Deutschland ermächtigten Übersetzer zu fertigen.

Ein persönliches Beratungsgespräch wird empfohlen, damit die erforderlichen Unterlagen für die Anmeldung geklärt werden können.


Gebühren:

Anmeldung einer Eheschließung oder Ausstellung eines Ehefähigkeitszeugnisses, wenn deutsches Recht zu beachten ist 42,00 €
Anmeldung einer Eheschließung oder Ausstellung eines Ehefähigkeitszeugnisses, wenn ausländisches Recht zu beachten ist 60,00 €
Eheurkunde 11,00 €
internationale Eheurkunde 11,00 €
Anlegung eines Eheregisters auf Antrag 84,00 €
für jede zweite und weitere gleichzeitig beantragte Urkunde,
die in einem Arbeitsgang hergestellt wird
5,00 €