Das Büro der Gleichstellungsbeauftragten

Wir sehen es als unsere Aufgabe, zur Verbesserung der sozialen Situation von Frauen und Mädchen, zur Herstellung von Chancengleichheit für Frauen auf dem Arbeitsmarkt und der Stärkung und Förderung von Mädchen in Ausbildung und Beruf beizutragen.

Dazu gehören unter anderem die Förderung und Absicherung von Projekten und Einrichtungen für Frauen und Mädchen, die Förderung der gleichberechtigten Vertretung von Frauen in Politik und Gesellschaft, die Herstellung von Öffentlichkeit und Bewusstseinsbildung zur Geschlechterdemokratie sowie die Verwirklichung der Chancengleichheit bei Mädchen. Und natürlich setzt sich das Büro der Gleichstellungsbeauftragten auch für die Verbesserung der Repräsentanz und Beteiligung von Frauen in der Gemeindeverwaltung und ihren kommunalen Eigenbetrieben durch Gesetze, Personalentwicklung und Dienstvereinbarungen ein.

Es ist uns wichtig, zur Verbesserung der faktischen und symbolischen Repräsentanz von Frauen im öffentlichen Raum einen Beitrag zu leisten. Daher beraten und unterstützen wir Bürgerinnen, Frauen- und Mädchengruppen, Institutionen und Multiplikatorinnen durch Sprechstunden, Kontakte, Gremienarbeit und Netzwerke.


Beratung und Information für Bürgerinnen

Das Büro der Gleichstellungsbeauftragten bietet regelmäßig Sprechstunden zur Beratung und Hilfestellung ratsuchender Bürgerinnen an. Wir unterstützen Frauen in besonderen sozialen und familiären Notlagen und kooperieren dabei mit anderen Ämtern und Institutionen. Außerdem tragen wir frauenrelevante Themen an die Verwaltung heran, um die alltägliche Lebenswelt der Frauen in Seeheim-Jugenheim positiver zu gestalten. Zu wichtigen Themen organisieren wir Veranstaltungen, betreiben Öffentlichkeitsarbeit und forcieren die Vernetzung der örtlichen Frauengruppen, Frauenverbände und Organisationen.


Gesetzliche Grundlagen

Grundgesetz, Artikel 3

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung von Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

HGO (Hessische Gemeindeordnung)
§ 4b Gleichberechtigung von Frau und Mann

Die Verwirklichung des Verfassungsauftrages der Gleichberechtigung von Mann und Frau ist auch eine Aufgabe der Gemeinden. Durch die Einrichtung von Frauenbüros oder vergleichbare Maßnahmen wird sichergestellt, dass die Verwirklichung dieses Auftrages auf der Gemeindeebene erfolgt.

HGlG (Hessisches Gleichberechtigungsgesetz)
I,1 Ziel des Gesetzes

Ziel des Gesetzes ist, den Frauen und Männern gleichen Zugang zu öffentlichen Ämtern zu verschaffen. Dabei geht das Gesetz davon aus, dass der gleiche Zugang bisher den Frauen erschwert worden ist. Deshalb fordert das Gesetz gezielte Maßnahmen zur Frauenförderung.

KJHG (Kinder- und Jugendhilfegesetz)
§ 9, Absatz 3

„…die unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen und Jungen zu berücksichtigen, Benachteiligungen abzubauen und die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen zu fördern.“

AG-KJHG (Hessisches Gesetz zur Ausführung des KJHG)
§ 1, Absatz 2

„Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen und Jungen sind Maßnahmen zu treffen, die die Verwirklichung von Frauen und Männern zu Ziel haben.

Sämtliche Gesetze und Kommentare dazu können bei den zuständigen Ministerien bestellt oder eingesehen werden.