Das Büro der Gleichstellungsbeauftragten

 
Aufgabenbereiche und gesetzliche Grundlagen des Frauenbüros:

Das Frauenbüro arbeitet als Interessenvertretung sowohl für Frauen innerhalb als auch außerhalb der Gemeindeverwaltung:
Innerhalb der Gemeindeverwaltung (im internen Bereich) unterstützt die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte die Dienststellenleitung u.a. bei der Umsetzung der Bestimmungen des Hessischen Gleichberechtigungsgesetzes (HGlG), zuletzt geändert am 1. Januar 2016. Sie überwacht die Durchführung dieses Gesetzes und, soweit es sich um das Verbot von Benachteiligungen aufgrund des Geschlechts einschließlich des Verbots von sexueller Belästigungen geht, das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz.

Sie hat das Recht, frühzeitig an allen personellen, organisatorischen und sozialen Maßnahmen beteiligt zu werden, welche die Gleichstellung von Frauen und Männern sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf betreffen.

Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte ist eng vernetzt mit der Arbeitsgemeinschaft der Internen Frauenbeauftragten im Landkreis Darmstadt-Dieburg.

Außerhalb der Gemeindeverwaltung (im externen Bereich) unterstützt die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte Frauen und Mädchen der Gemeinde Seeheim-Jugenheim bei individuellen Frage- und Problemstellungen. Die Beratung ist vertraulich und kostenlos.

Aufgabenschwerpunkte sind u.a.:

  • Beratungen in persönlichen Notlagen
  • Vermittlung an Fachberatungsstellen
  • Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung zum Thema Gleichberechtigung, Gender Main Streaming, Mädchen und Frauen in MINT Berufe, Girlsday/Boysday, Wiedereinstieg in den Beruf, Existenzsicherung, Trennung/Scheidung, Stalking, vertrauliche Geburt, Häusliche Gewalt, FGM Female Genital Mutilation, sexueller Missbrauch von Mädchen und Jungen
  • Netzwerkarbeit und Kooperationsveranstaltungen mit frauenpolitisch wichtigen Gruppen und Einrichtungen in der Kommune
    Förderung der lokalen Frauen- und Familienpolitik
  • Anbindung bzw. Durchführung gemeinsamer Projekte auf Kreisebene, wie z.B. Equal Pay Day, Weltfrauentag, Gewaltprävention, Dagmar-Morgan-Preis, Runde Tische zu Frauenpolitischen Themen, Benefizlauf Weiterleben e.V.
  • Initiierung, Planung und Durchführung von lokalen Angeboten, wie Fortbildungsangebote, Frauentreffs, Gesprächskreise
  • Erfahrungsaustausch mit anderen kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten

Gesetzliche Grundlagen

Grundgesetz, Artikel 3

(2) „Frauen und Männer sind gleichberechtigt…“ 1994 wurde der Artikel ergänzt: „… der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung der bestehenden Nachteile hin“.

HGO (Hessische Gemeindeordnung)
§ 4b Gleichberechtigung von Frau und Mann

Die Verwirklichung des Verfassungsauftrages der Gleichberechtigung von Frau und Mann ist auch eine Aufgabe der Gemeinde. Durch die Einrichtung von Frauenbüros oder vergleichbare Maßnahmen wird sichergestellt, dass die Verwirklichung dieses Auftrages auf der Gemeindeebene erfolgt.

HGlG (Hessisches Gleichberechtigungsgesetz)
I,1 Ziel des Gesetzes

Ziele sind die Verwirklichung der Chancengleichheit von Frauen und Männern, die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen und Männer sowie die Beseitigung bestehender Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen im öffentlichen Dienst…Dabei wird den besonderen Belangen behinderter und von Behinderung bedrohter Frauen Rechnung getragen.

(2) Rechts- und Verwaltungsvorschriften sollen die Gleichstellung von Frauen und Männern sprachlich zum Ausdruck bringen…