Starke Frauen in unserer Gemeinde

Als Gleichstellungsbeauftragte möchte ich Frauen in unserer Gemeinde helfen, sich gesellschaftlich und beruflich zu etablieren, ohne sich dabei benachteiligt zu fühlen. Es gibt viele weitere Situationen, in denen Sie als Frauen in Seeheim-Jugenheim die Hilfe der Gleichstellungsbeauftragten annehmen können: Wir helfen Ihnen, wenn Sie den Wunsch haben, mit gleichgesinnten Frauen zusammenzuarbeiten oder wenn Sie an eine Beratungsstelle oder an eine Interessengemeinschaft vermittelt werden möchten. Oder möchten Sie beruflich wieder einsteigen oder umschulen und wissen nicht, wie Sie Familie und Arbeit unter einen Hut bringen können? Wir laden Sie ein, von unseren Erfahrungen und unserem Netzwerk zu profitieren! Aber auch in belastenden Situationen, beispielsweise wenn Sie alleinerziehend sind, dringend eine Kinderbetreuung suchen, Gewalt erfahren haben oder sich von Ihrem Partner trennen möchten, ist unser Büro für Sie eine kompetente Anlaufstelle. Mit dem Angebot im Internet möchten wir über die Aufgaben und Tätigkeitsfelder des Büros der Gleichstellungsbeauftragten im Seeheim-Jugenheimer Rathaus informieren.

Ihre Ansprechpartnerin:

Frau Dietgard Wienecke
Gleichstellungsbeauftragte, Zimmer 109

Schulstraße 12
64342 Seeheim-Jugenheim

Telefon: 06257/990-107
Telefax: 06257/990-480
E-Mail: dietgard.wienecke@seeheim-jugenheim.de

Öffnungszeiten Büro Gleichstellungsbeauftragte:

Montag bis Freitag 8:30 bis 12:00 Uhr
sowie nachmittags nach Vereinbarung


Ansprechpartnerin für den Präventionsrat
Ansprechpartnerin für die Arbeitsgruppe des Präventionsrates „AG Gerechtigkeit und Teilhabe

Beratung über Fördermöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen aus Familien mit geringem Einkommen durch die AG „Gerechtigkeit und Teilhabe“:

  • Betreuung
  • Lernangebote

100 Jahre Frauenwahlrecht

Deutschland feiert 2018 das 100-jährige Frauenwahlrecht. Für dieses Recht hatte vor allem die erste Frauenbewegung erfolgreich gekämpft, die sich in Form erster politischer Frauenvereine zu organisieren begann.

Die Wanderausstellung

zu sehen vom 23. April bis 4. Mai 2018 im Foyer im neuen Rathaus, Georg-Kaiser-Platz 3, Seeheim-Jugenheim während der Öffnungszeiten, zeigt die Werbung um die politische Beteiligung der Frauen in den drei wichtigen demokratischen politischen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts. Allgemeine Wahlaufrufe stehen dabei neben Werbeplakaten für verschiedene Parteien und Vereinigungen. Die Ausstellung verbindet die Forderungen und Themen der ersten deutschen Frauenbewegung mit der aktuellen Debatte zur politischen Beteiligung von Frauen.

Ein kurzer Rückblick:

Damals kämpften Frauen aber auch um das Recht auf Bildung, das Recht auf zivilrechtliche Gleichberechtigung und das Recht auf eigenständige Erwerbsmöglichkeiten. Dank des Kampfes, insbesondere Elisabeth Selberts, ist in den Jahren 1948/49 die Gleichberechtigung von Frauen und Männern bereits formal in Artikel 3 des Grundgesetzes verankert worden.
Doch zwischen formaler und realer Gleichberechtigung klaffte noch eine sehr tiefe Lücke: Ungleichheit zwischen Mann und Frau waren und sind der Ausdruck eines tief verwurzelten, alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens umfassenden Herrschaftssystem. Bis 1977 waren Frauen laut Gesetz „zur Führung des Haushalts verpflichtet“ und durften nur dann erwerbstätig sein, wenn der Ehemann es erlaubte. Fast 10 Jahre hat die Neue Frauenbewegung gekämpft, bis die „Hausfrauenehe“ abgeschafft und das Scheidungsrecht reformiert wurde. Der Zugriff auf den weiblichen Körper wurde neben der eigenständigen Existenzsicherung als wesentlicher Teil der Frauenunterdrückung gesehen. Die juristische Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen durch die Reform des § 218 war ein Ergebnis der Kämpfe der zweiten deutschen Frauenbewegung. Gewalt gegen Frauen, die Kontrolle über die Gebärfähigkeit, Pornographie und die Vermarktung des weiblichen Körpers in der Werbung wurden öffentliche thematisiert und in Frage gestellt.


Keine Klischees bei der Berufswahl: Typisch Frau, typisch Mann – Girls’ und Boys’Day

Der nächste Aktionstag findet am Donnerstag, den 28. März 2019 statt.

Was ist der Girls’Day?

Der Mädchenzukunftstag ist das größte Berufsorientierungsprojekt für Schülerinnen weltweit. Am Girls’Day öffnen Unternehmen, Betriebe und Hochschulen in ganz Deutschland ihre Türen. Die Mädchen lernen dort Ausbildungsberufe und Studiengänge in IT, Handwerk, Naturwissenschaften und Technik kennen, in denen Frauen bisher eher selten vertreten sind. Oder sie begegnen weiblichen Vorbildern in Führungspositionen aus Wirtschaft und Politik.

Was ist der Boys’Day?

Jungen haben vielfältige Interessen und Stärken. Geht es um die Berufswahl, entscheiden sie sich jedoch häufig nur für “jungentypische” Berufe, wie Kfz-Mechatroniker oder Industriemechaniker. Das ist ok, aber es gibt noch viele andere Berufsfelder, in denen männliche Fachkräfte und Bezugspersonen gesucht werden und sehr erwünscht sind. Zum Beispiel im sozialen, erzieherischen oder pflegerischen Bereich – hier werden viele Nachwuchskräfte gebraucht und Männer sind hier in der Regel sehr willkommen. Um Jungen eine Gelegenheit zu geben, auch diese vielleicht im Moment noch “jungenuntypischere” Berufe auszuprobieren, gibt es den Boys’Day.

Angebote in Seeheim-Jugenheim:

Bei der Gemeindeverwaltung Seeheim-Jugenheim, Ansprechpartnerin ist die kommunale Gleichstellungsbeauftragte Dietgard Wienecke, können dank des Engagements der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Schülerinnen und Schüler interessante Bereiche kennen lernen:
Für Mädchen: Freibad, Bauamt mit Liegenschaften, Betriebshof, Gemeindewerke, Ordnungsamt, Bürgerbüro und die Verbandskläranlage
Für Jungen: Bürgerbüro, Ordnungsamt und die kommunalen Kitas


Internationaler Frauentag 2018

Selbstgemachte Marmeladen und Kuchen, Käse- und Wurstplatten sowie weitere kulinarische Leckereien vom „Landfrauenverin Seeheim-Jugenheim“, dem Verein „Szenenwechsel“ und Fair-Trade füllten das Frühstücksbuffet. Zum zwölften Mal hatten die Organisatoren zum Frühstück am „Internationalen Frauentag“ eingeladen. Der Saal im „Haus Hufnagel“ war bis auf den letzten Platz gefüllt. Mehr als 50 Frauen jeden Alters waren gekommen. Dietgard Wienecke (rechts), Frauenbeauftragte der Gemeinde, die das Frühstück organisiert hatte, freute sich sehr. „Ich werte das als Anerkennung.“ Sie verwies darauf, dass vor 100 Jahren das aktive und passive Wahlrecht in Deutschland eingeführt worden sei. Beate Bechtold (links), Vorstandsmitglied von „Szenenwechsel“, betonte, dass Frauen in sämtlichen parlamentarischen Gremien in der Bundesrepublik unterrepräsentiert seien. Am Abend stand die Film-Dramödie „Die göttliche Ordnung“ auf dem Programm. Gezeigt wurde die junge Schweizerin Nora, die in den 70-er Jahren für das Frauenwahlrecht in der Schweiz kämpfte. Foto: pae-foto

Der Weltfrauentag wurde im Jahr 1910 auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen ins Leben gerufen. Er sollte unter anderem die weltweite Einführung des Frauenwahlrechts fördern. Im Jahr 1977 wurde er von den Vereinten Nationen als Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden anerkannt.