Seeheimer Sport- und Kulturhalle geschlossen

Stand: 10. Februar 2017

Wir möchten Sie auf dem Laufenden halten. Deshalb informieren wir Sie an dieser Stelle über wichtige und aktuelle Meldungen zur Situation der Schließung der Seeheimer Sport- und Kulturhalle.


Bürgerversammlung zur Sport- und Kulturhalle

Veröffentlicht am 10. Februar 2017

Der Vorsitzende der Gemeindevertretung Torsten Leveringhaus (GRÜNE) lädt am Donnerstag, 9. März zu einer Bürgerversammlung in die Bürgerhalle Jugenheim, Bahnhofstraße 12, ein. Beginn ist um 19.30 Uhr. Schwerpunktthema ist die Zukunft der Sport- und Kulturhalle.

Die Gemeinde bietet den Bürgern die Möglichkeit, Fragen an Bürgermeister Olaf Kühn(parteilos) zu richten. Diese müssen allerdings von allgemeinem Interesse sein. Einzelanliegen können in der Versammlung nicht behandelt werden.


Schließung der Sport- und Kulturhalle Seeheim

Veröffentlicht am 11. Januar 2017

Die Sport- und Kulturhalle Seeheim musste aus Sicherheitsgründen am 2. Dezember 2016 geschlossen werden. Ausschlaggebend war ein starker Wassereinbruch an einer Undichtigkeit in der Dachplane im Bereich des linken Sportlereingangs. Durch den Wassereintritt wurde eine der porösen Gasbetonplatten, die unterhalb der Dachhaut auf Bindern aufliegen, so stark durchnässt, dass deren Tragfähigkeit nicht mehr gewährleistet war. Nach Absprache mit Statiker, Dachdecker und kommunalen Bauamt entschied sich Bürgermeister Olaf Kühn (parteilos), die Nutzung des großen Saals zu untersagen. „Da von den Fachleuten eine von dieser Platte ausgehende Gefahr für Leib und Leben nicht ausgeschlossen werden konnte, wäre es unverantwortlich, den Hallenbetrieb weiter aufrecht zu erhalten“, so der Bürgermeister. Ohne Einschränkung weiterhin nutzbar, weil eine andere Deckenkonstruktion, sind der Raum Culitzsch und die Vereinsräume des Schützenvereins.

In den zurückliegenden Jahren kam es immer wieder zu Wassereinbrüchen an porösen Stellen in der Dachfolie des Flachdachs, die stets repariert wurden. Alleine in den letzten fünf Jahren wurden für über 100.000 Euro Reparaturaufträge an Handwerker vergeben, davon ein wesentlicher Teil für Dachdeckerarbeiten. 2015 wurde eine materialtechnische Untersuchung und eine Begutachtung der Statik der Halle in Auftrag gegeben. Im Vergleich zur letzten Untersuchung im Jahr 2010 wurde eine Verschlechterung des Hallenzustands festgestellt. Im Ergebnis wurde festgehalten, dass die Halle – insbesondere die Fassade und das Dach – in einem absehbaren Zeitraum saniert werden müssen.

Anlässlich des Wassereinbruchs anfangs Dezember wurde die Deckenverkleidung großflächig entfernt und alle Gasbetonplatten im Deckenbereich auf ihren Zustand hin untersucht. Der Statiker kam daraufhin zur Überzeugung, dass auch andere im Randbereich der Halle befindliche Platten einer zusätzlichen Belastung durch Schnee, Eis oder Wasser nicht mehr ausgesetzt werden dürfen. Aufgrund dieser Einschätzung wurden diese Platten zur Absicherung mit Sprießen unterstützt. Somit kommt eine Teilsanierung der Dachfläche nicht mehr in Betracht. Eine komplette Erneuerung des Daches würde Kosten in Höhe von über einer halben Million Euro verursachen. Da ein Neubau oder eine Grundsanierung der Halle ansteht, ist eine solch hohe Ausgabe nicht vertretbar. Der Gemeindevorstand hat deshalb am 12. Dezember 2016 beschlossen, der Gemeindevertretung zu empfehlen, die vom Architekturbüro Rittmannsperger während der Bauausschusssitzung am 30. November 2016 vorgestellte Maximallösung weiter zu verfolgen. Dies kann nach Ansicht des Gemeindevorstands durch eine Sanierung im Bestand oder durch einen Neubau mit denselben Nutzungsmöglichkeiten erfolgen. Die „Maximallösung“ sieht vor, die Sport- und Kulturhalle durch einen Anbau so zu erweitern, dass der Teil der Verwaltung, der sich momentan im Verwaltungsgebäude Georg-Kaiser-Platz befindet, welches die Gemeinde von der Sparkasse gemietet hat, in den Neubau integriert werden kann.

Bürgerinnen und Bürger, die sich über die weitere Entwicklung der Sport- und Kulturhalle informieren möchten, haben die Möglichkeit, dies am Donnerstag, 9. März 2017 zu tun. Der Vorsitzende der Gemeindevertretung lädt zu einer Bürgerversammlung ein. Schwerpunktthema der Veranstaltung wird die Sport- und Kulturhalle sein.


Planungen für einen Neubau oder eine Grundsanierung

Veröffentlicht am 11. Januar 2017

Die Sport- und Kulturhalle Seeheim wurde 1969 erbaut. Aufgrund des Alters der Halle und dem damit verbundenen hohen Energie- und Reparaturaufwand beauftragte die Gemeinde 2008 das Architekturbüro Rittmannsperger mit der Erarbeitung eines Nutzungskonzepts für einen Neubau oder eine Grundsanierung. Das Gebäude wurde auf seine Bausubstanz hin untersucht. Im Ergebnis wurde der Halle ein altersbedingt guter Zustand bescheinigt. Drei unterschiedliche Konzepte zur Nutzung wurden entwickelt. Alle sahen den Abriss des Anbaus und eine Neubebauung der Nordwestseite der Halle vor. Des Weiteren wurde eine großflächige Umgestaltung für den Bereich um das Rathaus und die Sport- und Kulturhalle erarbeitet. Die Finanzierung sollte im Rahmen des Landesförderprogramms „Einfache Stadterneuerung“ erfolgen, mit dessen Hilfe zuvor die historische Ortsmitte Seeheims neu gestaltet worden war. Das Landesprogramm, das auf eine Laufzeit bis 2013 ausgelegt war, wurde vom Land 2009 aufgrund dessen schwieriger Finanzlage ersatzlos gestrichen. Damit standen keine Fördermittel mehr zur Verfügung. Zudem kam es auch bei der Gemeinde Seeheim-Jugenheim zu einem drastischen Einbruch der kommunalen Steuereinnahmen in Folge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2007/08. Die Planung musste zwangsweise zurück gestellt werden. Zudem bestand kommunalpolitischer Konsens darüber, dass ein Neubau oder eine Grundsanierung der Sport- und Kulturhalle erst nach Fertigstellung der neuen Sporthalle „An der Düne“ erfolgen kann, um dem Vereinssport während der Bauphase eine zusätzliche Ausweichmöglichkeit zu bieten.

Nach der sich abzeichnenden Verbesserung der Haushaltssituation der Gemeinde und nach Fertigstellung der neuen Sporthalle am Schuldorf, an der sich die Gemeinde finanziell beteiligt hatte, wurde die Planung für die Sport- und Kulturhalle wieder aufgenommen. 2015 wurde eine materialtechnologische Untersuchung durchgeführt. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass eine Sanierung der Halle möglich ist und die Fassade und das Dach in einem absehbaren Zeitraum fachgerecht saniert werden müssen. Das Architekturbüro Rittmannsperger wurde beauftragt, die Konzeptstudie aus dem Jahr 2010 mit den drei Varianten neu zu kalkulieren. Aufgrund der nunmehr gutachterlich bescheinigten Sanierungsfähigkeit der Halle und der Möglichkeit, Fördermittel für eine energetische Sanierung gewährt zu bekommen, wurde eine Grundsanierung der Halle favorisiert. Die Überlegungen wurden am 30.11.16 in einer öffentlichen Sondersitzung des Bauausschusses präsentiert.

Präsentation des Architekturbüros Rittmannsperger am 30. November 2016 im Bauausschuss der Gemeindevertretung Seeheim-Jugenheim: „Sanierungs- und Entwicklungsvarianten für die Sport- und Kulturhalle in Seeheim und Entwicklung eines Rathaus- und Kulturforums“ (PDF-Datei, 3,1 MB).


Sofortige Schließung der Seeheimer Sport-und Kulturhalle erforderlich – Gutachten zur akuten statischen Dachsituation erfordert schnelles Handeln

Veröffentlicht am 2. Dezember 2016

Die Seeheim-Jugenheimer Sport- und Kulturhalle, deren baulicher Sanierungsbedarf erst kürzlich in einer umfassenden Untersuchung gutachterlicherseits als mittelfristig dringlich eingestuft wurde, ist aktuell von einem frischen Dachplattenschaden betroffen.

Diesen neuerlichen Schaden nahmen Herr Bürgermeister Olaf Kühn und seine Bauamtsleiterin Frau Marion Sund diese Woche zum dringenden Anlass, erneut einen Bausachverständigen mit einer Überprüfung der aktuellen Dachsituation zu beauftragen.

In einem heutigen Ortstermin der Fachabteilungen des Rathauses mit dem statischen Sachverständigen kam man zu dem Ergebnis, dass die Tragfähigkeit der Dachplatten durch den akuten Schadenseintritt so gefährdet ist, dass jegliche weitere mögliche Belastung aus Schnee, Schneematsch oder Eisbildung zum Einsturz führen könnte.

Der nach dieser fachlichen Einschätzung sofort eingeschaltete Bürgermeister Kühn entschied daraufhin, dass die Sport- und Kulturhalle aufgrund dieser neuen Schadenslage zur Abwehr einer Gefahr für Leib und Leben aller Hallennutzer sofort zu schließen ist.

Allen Verantwortlichen ist bewusst, welche Auswirkungen diese bedauerlicherweise notwendige Schließung hat. Herr Bürgermeister Kühn dazu: „Die Schließung der Halle so kurz vor Weihnachten ist wegen der anstehenden Veranstaltungen ein herber Schlag. Nicht zu schließen wäre aber unverantwortlich“.

Seit Bekanntwerden der Tragweite dieser aktuellen gutachterlichen Einschätzung zur Hallensituation und der Entscheidung zur Hallenschließung laufen die Vorbereitungen zur Schadensbegrenzung:

Die Abteilung Bürgerbüro/Hallenvergabe suchte nach alternativen Räumlichkeiten für alle im Dezember in der Sport-und Kulturhalle geplanten Veranstaltungen und hatte gleich für heute Nachmittag Vertreter der hallennutzenden Vereine zu einem Gespräch eingeladen.

Darin unterbreiteten der Leiter des kommunalen Bürgerbüros, Herr Ralf Sturm, seine Kollegin Nadine Muth sowie Frau Sund vom Fachbereich Bauen und Umwelt Raumvorschläge zur Kompensierung des Hallenausfalls, erstellten zusammen mit den sehr verständnisvollen Betroffenen ein Notfallkonzept zur Aufrechterhaltung des Spiel- und Trainingsbetriebes und beantworteten Fragen.

Vom Fachbereich Bauen und Umwelt wurde bereits heute die Sperrung der Sport- und Kulturhalle veranlasst, am kommenden Montag werden umfangreiche Sicherungsmaßnahmen zur Verhinderung des Einsturzes einzelner Dachabschnitte beginnen.

Eine gute Nachricht gibt es auch: Die Nutzung des Raumes Culitzsch im 1. Stock der Seeheimer Sport- und Kulturhalle, die Schießanlage des Schützenvereins sowie die Kellerräume der Vereine sind derzeit weiterhin nutzbar.

Hallennutzer und alle Interessierten werden über die weiteren Entwicklungen auf der kommunalen Website unter „Aktuelles“ auf dem Laufenden gehalten.