Mit Sport Flüchtlinge integrieren

Gemeinde bekommt Fördermittel und Sport-Coach

Im Verein schließt man Kontakte und Freundschaften, lernt Sitten und Gebräuche kennen. Flüchtlinge lernen dabei Deutsch. So ist Sport ein Mittel, beim Einleben und der Integration zu helfen. Um dieses Ziel zu erreichen und gleichzeitig die hohe Bereitschaft der ehrenamtlichen Asylhelfer zu unterstützen, hat die Hessische Landesregierung das Förderprogramm „Sport und Flüchtlinge“ aufgelegt.


Bild: In den Sportvereinen können sich diese Flüchtlingskinder  aus vier Nationen in Seeheim-Jugenheim besser intergieren. Unterstützt werden sie dabei von Sport-Coach und Fachdienstleiter Ralf Sturm, Fachbereichsleiterin Tanja Zimmermann (2.Reihe v.l.n.r.) und Asylhelferin Lidia Lorenz (r.) (pae-Foto)

Die Gemeinde Seeheim-Jugenheim hat aus dem Programm am Ende vergangenen Jahres 10.000 Euro Fördermittel erhalten. Mit der Förderung ist die Ausbildung eines sogenannten „Sport-Coach“ verbunden. Im Rathaus wurde der Fachdienstleiter Ralf Sturm, der für die Flüchtlingsarbeit zuständig ist, beim Hessischen Landessportbund zum Coach ausgebildet. Damit wird die fachlich qualitative Betreuung der Flüchtlinge gewährleistet.

Er fungiert als Kontaktperson zwischen Sportvereinen, Asylbetreuung, Flüchtlingsunterkünften und Flüchtlingen. Diese Aufgabe übernimmt unterstützend nun Lidia Lorenz vom Helferkreis Asyl. Sie betreut vierzehn Kinder aus der Gemeinschaftsunterkunft Linde und begleitet sie zu verschieden Sportangeboten.

Zusammen mit dem Vorstand des Arbeitskreises der örtlichen Vereine wurden die Sportvereine aufgefordert, Mittel zu beantragen. Förderungswürdig sind Sportkleidung und Sportmaterialien sowie Transportkosten und Aufwandsentschädigungen für Übungsleiter.

Mit Sportbekleidung und Sporttaschen als auch Geld werden die Turnvereine Seeheim und Jugenheim, der Tennisclub Seeheim, die Spielvereinigung Seeheim-Jugenheim, die Sport- und Kulturgemeinde Ober-Beerbach, der Kraftsportverein Seeheim sowie die Kindergruppe aus der Gemeinschaftsunterkunft gefördert. In ihren Vereinen treiben Flüchtlinge Sport und haben auch ehrenamtliche Aufgaben übernommen.

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