Großes Interesse an der Stolpersteinführung

Im Rahmen der Erinnerung an die Novemberpogrome 1938 hatte die Gemeinde am vergangenen Sonntagnachmittag (11. November) zu einer Stolpersteinführung eingeladen. Rund 100 Teilnehmer begaben sich gemeinsam mit Klaus Knoche vom Runden Tisch „Wider das Vergessen“ auf die Spuren jüdischen Lebens in Seeheim. Neben der Geschichte der Synagoge war unter anderem das Schicksal der Familie von Rudolf Mayer Thema der Führung, die mehr als 400 Jahre an der Bergstraße zuhause war. „Ein Mensch ist vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, so der Künstler Gunter Demnig, der 1992 das Projekt der Stolpersteine initiiert hatte. Mittlerweile gibt es mehr als 70.000 davon in ganz Europa. 40 Stolpersteine wurden zwischen 2013 und 2014 in Seeheim und in Jugenheim verlegt, die an von den Nationalsozialisten vertriebene oder ermordete Juden erinnern sollen.

Foto: Mi / Gemeinde Seeheim-Jugenheim

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