Gemeinde flaggt für Tibet

Die Flagge Tibets hisst die Gemeinde am Samstag, 10. März, am Fahnenmast vor dem Rathaus. Die Gemeinde beteiligt sich damit zum zweiundzwanzigsten Mal an der weltweiten Aktion „Flagge für Tibet“. Allein in Deutschland beteiligten sich im vergangenen Jahr 1.000 Städte, Gemeinden und Landkreise an der Aktion. Tibet-Flaggen hissten außerdem weit über zweitausend Städte in Mitteleuropa.

Tibet ist seit 1949/50 von China besetzt. Am 10. März 1959 erhob sich das tibetische Volk gegen die chinesische Besatzungsmacht. Tausende Tibeter versammelten sich in Lhasa, um den Dalai Lama vor der chinesischen Gefangennahme zu schützen. Der Dalai Lama musste ins Exil fliehen, und der Aufstand wurde von der Volksbefreiungsarmee blutig niedergeschlagen. Mindestens 87.000 Tibeter kamen dabei ums Leben. Als Folge der anhaltenden Unterdrückung in Tibet leben heute 150.000 der sechs Millionen Tibeter im Exil. Die Flagge erinnert damit an den Aufstand des tibetischen Volkes gegen die Besetzung durch die chinesischen Truppen vor achtundfünfzig Jahren. Damit soll Solidarität bewiesen werden mit einem Volk, das für seine Religion und um seine Freiheit seit fast sechs Jahrzenten friedlichen Widerstand leistet.  Gerade einmal 10 Jahre ist es her, dass in ganz Tibet landesweit spontane Proteste von historischem Ausmaß ausbrachen. Tausende Tibeter setzten sich mutig für ihr Recht auf Selbstbestimmung ein. Wie schon 1959 antwortete die chinesische Regierung mit Gewalt und verschärft sukzessive ihre Repressionen. Heute können sich die Tibeter in ihrem eigenen Land nicht mehr frei bewegen, sind dauernder Überwachung ausgesetzt, werden willkürlich inhaftiert oder gelten plötzlich als „verschwunden“.

Bekräftigt werden soll das Recht dieses Volkes auf Selbstbestimmung und Einhaltung der Menschenrechte.

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