Fußball im KZ – die „Liga Terezin“ – Holocausttag: Film und Podiumsgespräch

Mit einer Veranstaltung beteiligt sich der Gemeindevorstand mit Unterstützung der Spielvereinigung Seeheim-Jugenheim, des Fördervereins Liberale Synagoge Darmstadt und der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung am Freitag, 27. Januar, an dem „Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust“ sowie am „Erinnerungstag im deutschen Fußball“. Beginn ist um 19.30 Uhr im Haus Hufnagel. Der Eintritt ist frei.

Die Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zeigt den Film „Liga Terezin – Fußball im Konzentrationslager Theresienstadt“. Anschließend moderiert Gemeindepressesprecher Karsten Paetzold ein Podiumsgespräch. Seine Gäste sind Alon Meyer, Vorsitzender des jüdischen Turn- und Sportverein Makkabi Frankfurt und Martin Frenzel, Vorsitzender vom Förderverein Liberale Synagoge Darmstadt und Initiator des Darmstädter Karl-Heß-Platzes.

Das KZ Theresienstadt – 50 Kilometer nördlich von Prag – diente der nationalsozialistischen Propaganda als „Vorzeigeghetto“. Es war das einzige Lager mit einer Fußballiga. Im Kasernenhof spielten Gefangene gegeneinander. Es gab Schiedsrichter und handgeschriebene Sportzeitungen. Für die Häftlinge war Fußball Ablenkung vom grausamen Alltag. Die Nazis machten davon Filmaufnahmen für ihre Propaganda.

Der israelische Computerspezialist Oded Breda entdeckte auf den Bildern seinen Onkel Pavel, der wenige Wochen nach dem Spiel ermordet wurde. Breda produzierte den Dokumentarfilm. Ende 2016 wurde dieser Film erstmals in zehn Städten in Deutschland gezeigt.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.