Flüchtlinge in der Gemeinde Seeheim-Jugenheim

Wir möchten Sie auf dem Laufenden halten. Deshalb informieren wir Sie an dieser Stelle über aktuelle Entwicklungen zum Thema Flucht und Asyl in unserer Gemeinde.

Ihr Ansprechpartner:

Herr Ralf Sturm
Koordinator Flüchtlinge in der Gemeinde

Telefon: 06257/990-302
E-Mail: ralf.sturm@seeheim-jugenheim.de


Weiterführende Informationen und Merkblätter

Notunterkunft Seeheim-Jugenheim

Veröffentlicht am 3. Februar 2016

Nach dem in jüngster Vergangenheit unterschiedlich lautende Pressemeldungen die zukünftige Nutzung unserer Sporthallen unklar darstellten, möchte ich Sie heute über den derzeit aktuellen Stand der Nutzung informieren.

Seit dem 20.01.2016 sind in der oben genannten Unterkunft erneut 200 Flüchtlinge im Rahmen einer Notunterbringung eingewiesen.

Die zwischenzeitlich durch den Landkreis Darmstadt-Dieburg angedachte Umwandlung der Hallen in eine Gemeinschaftsunterkunft, mit einer weitaus längeren Verweildauer, konnte aufgrund einer intensiven Intervention und Gesprächen mit den Verantwortlichen des Landkreises durch Herrn Bürgermeister Kühn verhindert werden.

Hierbei war neben einer möglichst zeitnahen Rückgabe der Hallen an den Schul- und Freizeitsport in erster Linie auch die beengte Unterbringung ohne die Möglichkeit einer Privatsphäre und die damit verbundene Provozierung von Aggressionen ausschlaggebend.

Wie Sie der Presse entnehmen konnten hat der Flüchtlingskoordinator der Hessischen Landesregierung, Staatskanzleichef Axel Wintermeyer, den hessischen Landräten und Oberbürgermeistern mitgeteilt, dass absehbar eine Überführung der in den Notunterkünften der Landkreise befindlichen Personen in die Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes stattfinden soll. Wir hoffen derzeit auf eine zeitnahe Rückgabe, konkrete Informationen liegen uns hierzu leider nicht vor. Sobald dies der Fall ist werden wir Sie selbstverständlich informieren.

Die Betreuung und Integration der Flüchtlinge funktioniert in Seeheim-Jugenheim hauptsächlich deshalb sehr gut, weil sich rund 150 Menschen freiwillig für den oben genannten Personenkreis einsetzen.

Um eine Integration und die Optimierung des Wettkampf- und Trainingsbetriebs zu unterstützen, werden wir uns für eine möglichst schnelle Umsetzung des oben genannten Vorhabens des Landes Hessen einsetzen.


Ein organisatorischer Hinweis zu Weihnachten: Keine Geschenke direkt an den Notunterkünften abgeben

Veröffentlicht am 18. Dezember 2015

Die Weihnachtsfeiertage stehen unmittelbar bevor und viele Menschen haben den Wunsch, die Flüchtlinge auch in den auf Weisung des Landes Hessen vom Landkreis Darmstadt-Dieburg in Weiterstadt und Seeheim-Jugenheim eingerichteten Notunterkünften zu beschenken.

Der Verwaltungsstab des Landkreises, der den Betrieb der Notunterkünfte organisiert, hat die Bitte, dass keine Geschenke direkt in den Notunterkünften abgegeben oder dort abgestellt werden.

Unaufgefordert abgestellte oder gelieferte Pakete sind für die Mitarbeiter vor Ort mit einem hohen organisatorischen Aufwand verbunden, um die Pakete zu sichten und gerecht zu verteilen. Außerdem spielen auch Sicherheitsaspekte bei verpackten Geschenken eine große Rolle.

Es wird empfohlen, sich an kommunale, ehrenamtliche oder kirchliche Initiativen zu wenden oder diese Einrichtungen bei der Organisation von Begegnungsmöglichkeiten zu unterstützen, falls vor Ort Weihnachtsaktionen angeboten werden sollten.


Wohnraum für Asylbewerber gesucht

Veröffentlicht am 16. Dezember 2015

Die Zahl der Flüchtlinge und Asylbewerber steigt bundesweit Tag für Tag. Das Land Hessen weist den Landkreisen jeweils eine bestimmte Aufnahmequote zu. Der Landkreis verteilt die Flüchtlinge nach einem festgelegten Schlüssel auf die Kommunen. Hier sind die Flüchtlinge zunächst in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. Dabei kann es sich allerdings nur um eine Übergangslösung handeln, da nicht genügend Wohnraum zur Verfügung gestellt werden kann.

Bürgermeister Olaf Kühn richtet deshalb erneut einen Appell an Haus- und Wohnungsbesitzer, leer stehenden und unge-nutzten Wohnraum für diese Personen zu vermieten. Gesucht werden Zimmer und Wohnungen für Einzelpersonen, Ehepaare und Familien.

Angebote nimmt Fachdienstleiter Ralf Sturm vom Fachbereich Soziales, Sicherheit und Ordnung im Rathaus (Telefon 06257/990-302) entgegen, der auch weitere Auskünfte gibt.


Kleiderspenden für Flüchtlinge

Veröffentlicht am 1. Dezember 2015

In der Gemeinde leben derzeit rund 350 Flüchtlinge. Viele Bürger wollen den Menschen helfen und Kleidung spenden. Benötigt werden neue, neuwertige oder guterhaltene Bekleidung für Männer in den Größen „S“ und „M“ (46 bis 48) sowie Schuhe.

Um die Verteilung zu erleichtern bittet die Kommune, auf den Verpackungen den Inhalt und die Größen zu vermerken. Abgegeben werden können die Spenden im Bürgerbüro in der Gemeindeverwaltung am Georg-Kaiser-Platz 3 (Telefon 06257/990-302 oder -382). Geöffnet ist das Büro montags und dienstags von 8 bis 16 Uhr, mittwochs von 8 bis 15 Uhr, donnerstags von 7.30 bis 19 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr.


Weitere Flüchtlinge in Notunterkünften aufgenommen – Jetzt 613 Schutzsuchende in Weiterstadt und Seeheim-Jugenheim

Veröffentlicht am 19. November 2015

In der vergangenen Nacht hat der Landkreis Darmstadt-Dieburg 264 weitere Flüchtlinge aufgenommen. 240 Schutzsuchende kamen in die Notunterkunft am Schuldorf Bergstraße in Seeheim-Jugenheim, 24 Menschen wurden in den Hallen an der Albrecht-Dürer-Schule in Weiterstadt untergebracht. Damit hat der Landkreis Darmstadt-Dieburg seit der am 16. Oktober vom Land Hessen erteilten Aufforderung, Notunterkünfte bereitzustellen, 613 Flüchtlinge dort aufgenommen: 285 in Weiterstadt und 328 in Seeheim-Jugenheim.

In der vergangenen Nacht waren unter den 264 Schutzsuchenden erneut überwiegend Syrer, darunter viele Familien mit Kindern. Erstmals wurde ein erster Medizin-Check in den Kelley-Barracks an der Eschollbrücker Straße in Darmstadt vorgenommen. Dort ist von der Stadt Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg eine gemeinsame Screening-Stelle eingerichtet.

Kreisbeigeordneter Christel Fleischmann war in der Nacht vor Ort. Er und Landrat Klaus Peter Schellhaas als Leiter des Verwaltungsstabes dankten am Morgen allen Beteiligten für ihren erneuten nächtlichen Einsatz, darunter die Freiwilligen Feuerwehren in Weiterstadt und Seeheim-Jugenheim, den Sanitäts- und Rettungsdiensten, den Verwaltungsmitarbeitern aus den Rathäusern in Seeheim-Jugenheim und Weiterstadt sowie den Mitarbeitern der Kreisverwaltung.

Mit weiteren Zuweisungen rechnet der Landkreis Darmstadt-Dieburg in den nächsten Tagen. Eine weitere Notunterkunft mit Platz für bis zu 1.000 Menschen bereitet der Landkreis derzeit im Pfungstädter Industriegebiet in einer leerstehenden Großlagerhalle vor. Diese Notunterkunft soll voraussichtlich schon Anfang Dezember aufnahmebereit sein.


Weitere Notunterkunft in Pfungstadt – Landkreis Darmstadt-Dieburg wird leerstehende Großlagerhalle im Industriegebiet einrichten

Veröffentlicht am 13. November 2015

Der Landkreis Darmstadt-Dieburg wird im Pfungstädter Industriegebiet an der Werner-von-Siemens-Straße eine leerstehende Großlagerhalle als weitere Notunterkunft einrichten. Das wurde am Donnerstag von Landrat Klaus Peter Schellhaas entschieden, nachdem die Koordinierungsgruppe des Verwaltungsstabes die örtlichen Gegebenheiten überprüft hatte.

Bereits ab kommenden Montag (16.) beginnen die Arbeiten in Pfungstadt, schon bis Anfang Dezember soll dann auf dem rund 7.500 Quadratmeter großen Gelände Platz für bis zu 1.000 Schutzsuchende geschaffen sein.

„Die Schaffung weiterer Plätze in unserem Landkreis ist notwendig“, erläuterte Landrat Klaus Peter Schellhaas, der am Donnerstagvormittag an den Gesprächen zu Flüchtlingsfragen mit dem hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier in Friedberg teilgenommen hatte. Vom Land Hessen gab es die Aufforderung an den Landkreis Darmstadt-Dieburg, Aufnahmekapazitäten für weitere 1.000 Menschen zu schaffen.

Der Landkreis Darmstadt-Dieburg unterhält bereits seit Mitte Oktober zwei Notunterkünfte in vier Sporthallen an der Albrecht-Dürer-Schule in Weiterstadt und am Schuldorf Bergstraße in Seeheim-Jugenheim. Dort sind aktuell 306 Flüchtlinge untergebracht (216 in Weiterstadt, 90 in Seeheim-Jugenheim), beide Standorte bieten Kapazitäten für insgesamt 638 Menschen. Der Landrat betonte, dass durch die jetzt entstehende weitere Notunterkunft in Pfungstadt auf die Standorte in Weiterstadt und Seeheim-Jugenheim nicht verzichtet werden kann.

Landrat Schellhaas teilte außerdem mit, dass die dem Landkreis Darmstadt-Dieburg zugewiesenen Schutzsuchenden künftig nicht mehr wie bisher in einer leerstehenden Lagerhalle im Griesheimer Gewerbegebiet einem ersten Medizincheck unterzogen werden, sondern auf dem Gelände der Kelley-Barracks an der Eschollbrücker Straße in Darmstadt. Dort ist eine gemeinsame Screening-Stelle für Flüchtlinge eingerichtet, die der Stadt Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg zugewiesen werden.

Mit weiteren Zuweisungen rechnet der Landkreis Darmstadt-Dieburg bereits in den kommenden Tagen.


Weitere Flüchtlinge in Notunterkünften aufgenommen: Viele Familien mit Kindern – Bundeswehr mit „helfenden Händen“

Veröffentlicht am 3. November 2015

In der Nacht von Sonntag auf Montag (1./2.) hat der Landkreis Darmstadt-Dieburg weitere 262 Flüchtlinge in den Notunterkünften in Weiterstadt und Seeheim-Jugenheim aufgenommen.

Damit wurden in den Sporthallen an beiden Standorten aktuell 457 Schutzsuchende untergebracht, 262 in Weiterstadt, 195 in Seeheim-Jugenheim. Nach Weiterstadt kamen in der vergangenen Nacht 126 Menschen, 136 Flüchtlinge fanden in Seeheim-Jugenheim Schutz. Erneut waren es vorwiegend Syrer und Afghanen, diesmal dabei eine große Zahl an afghanischen Familien mit Kleinkindern.

Seit dem vergangenen Wochenende sind an beiden Standorten neben einer Vielzahl freiwilliger Helfer und hauptamtlichen Kräften aus dem Brand- und Katastrophenschutz auch 15 Bundeswehrsoldaten im Einsatz und organisieren den tagtäglichen Ablauf in den Notunterkünften als „helfende Hände“ mit. Landrat Klaus Peter Schellhaas, mit der Ersten Kreisbeigeordneten Rosemarie Lück und dem Kreisbeigeordneten Christel Fleischmann erneut mit Mitarbeitern der Kreisverwaltung im Nachtdienst, dankte allen Beteiligten für ihren Einsatz bei der nunmehr vierten nächtlichen Zuweisung in die beiden Notunterkünfte.

Nach der Zuweisung vieler Familien mit Babys und Kleinkindern wird aktuell in den Notunterkünften Baby- und Kinderkleidung gebraucht, zudem Schuhe und „Flip-Flops“ (Badeschuhe).

Kleiderspenden werden für die Notunterkunft in Weiterstadt in der Turmstraße 21 (katholische Kirchengemeinde) im Stadtteil Gräfenhausen angenommen, für Seeheim-Jugenheim im Bürgerbüro der Gemeindeverwaltung (Rathaus). Mehr zum Thema Flüchtlingshilfe vor Ort unter www.netzwerk-asyl.net


Spenden für Flüchtlinge

Veröffentlicht am 30. Oktober 2015

Für die bereits in den Notunterkünften der Gemeinde angekommenen Flüchtlinge, die der Landkreis in zwei Sporthallen im Schuldorf Bergstraße unterbringt. Viele Bürger wollen den Menschen helfen und Kleidung oder Geld spenden.

Benötigt werden neue oder neuwertige oder guterhaltene Winterbekleidung, Schuhe, Strümpfe und Unterwäsche für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Um die Verteilung zu erleichtern bittet die Kommune, auf den Verpackungen den Inhalt und die Größen zu vermerken. Abgegeben werden können die Spenden im Bürgerbüro in der Gemeindeverwaltung am Georg-Kaiser-Platz 3 (Telefon 06257/990-302 oder 9382). Geöffnet ist das Büro montags und dienstags von 8 bis 16 Uhr, mittwochs von 8 bis 15 Uhr, donnerstags von 7.30 bis 19 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr.

Geldspenden können unter dem Stichwort „Asyl“ auf das Konto der Evangelischen Kirche Seeheim-Malchen bei der Volksbank Darmstadt-Südhessen, IBAN DE39 5089 0000 0037 1790 19, BIC GENODEF1VBD eingezahlt werden. Die Kirche leitet das Geld zweckgebunden an den Helferkreis Asyl in der Bergstraßengemeinde weiter.


Bürgerversammlung zur Situation von Flüchtlingen in Seeheim-Jugenheim

Veröffentlicht am 30. Oktober 2015

Zu einer weiteren Bürgerversammlung in diesem Jahr lädt Hans-Jürgen Wickenhöfer, der Vorsitzende der Gemeindevertretung, am 6. November (Freitag) in die Bürgerhalle Jugenheim ein. Beginn ist um 19 Uhr. Das Thema der Versammlung lautet „Flüchtlinge/Asylsuchende in Seeheim-Jugenheim“.

Podiumsteilnehmer sind neben dem Vorsitzenden, der Landrat Klaus-Peter Schellhaas, die Erste Kreisbeigeordnete Rosemarie Lück, Bürgermeister Olaf Kühn, die Leiterin des Schuldorfes Bergstraße Christina Martini-Appel sowie ein Vertreter des örtlichen Helferkreises „Asyl“.

Lück wird einen Überblick über die Flüchtlingsaufnahme im Landkreis und in den Landkreiskommunen im Allgemeinen geben. Der Landrat wird auf die Notunterkunft für Flüchtlinge eingehen, die der Landkreis in Seeheim-Jugenheim eingerichtet hat. Als Notunterkunft wurden zwei Kreissporthallen des Schuldorfs umfunktioniert. Darin werden Asylsuchende vorübergehend betreut, bis sie in eine der zurzeit überfüllten Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Hessen aufgenommen werden können.

Martini-Appel und Kühn erläutern unter anderem, wie der Schulsport und der Vereinssport aufgrund der Hallenbelegungen neu organisiert werden. Der Bürgermeister berichtet auch über die beiden Gemeinschaftsunterkünfte für Flüchtlinge in der Gemeinde. Dabei sind die soziale Betreuung in diesen Einrichtungen, das freiwillige Engagement der Helfer sowie die Spendenbereitschaft und die Unterstützung durch die Kirchen und anderer sozialer Einrichtungen wichtige Themen. Besucher haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit den Podiumsteilnehmern zu diskutieren.


Weitere Flüchtlingszuweisung erfolgt: Jetzt auch Hallen am Schuldorf Bergstraße belegt – Am frühen Morgen außerdem ein Bus aus Passau

Veröffentlicht am 28. Oktober 2015

In der vergangenen Nacht (27./28.) hat der Landkreis Darmstadt-Dieburg weitere 350 Flüchtlinge in Notunterkünften aufgenommen. 241 Schutzsuchende sind jetzt auch in Sporthallen am Schuldorf Bergstraße untergebracht.

In Weiterstadt, wo vor einer Woche die erste Aufnahme in einer Notunterkunft in Sporthallen an der Albrecht-Dürer-Schule erfolgte, sind gestern zu den 136 dort einquartierten Flüchtlingen zunächst neun aus der Stadt Darmstadt gekommen. Dort gab es keinen Platz mehr. 56 weitere Menschen folgten in der Nacht, am frühen Mittwochmorgen kam außerdem ein Bus mit 53 Schutzsuchenden aus Passau in Weiterstadt an. Damit leben derzeit 254 Flüchtlinge in der Weiterstädter Notunterkunft.

Belegt wurde in der vergangenen Nacht auch die Notunterkunft in zwei Sporthallen am Schuldorf Bergstraße in Seeheim-Jugenheim. Dort finden aktuell 241 Menschen Schutz.

Erneut waren es überwiegend Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan, die in der vergangenen Nacht im Landkreis ankamen: Familien mit Kindern, alleinstehende Männer und unbegleitete Minderjährige.

Landrat Klaus Peter Schellhaas, die Erste Kreisbeigeordnete Rosemarie Lück und der Kreisbeigeordnete Christel Fleischmann waren in der Nacht vor Ort, ebenso wie die Freiwilligen Feuerwehren, Sanitäts- und Rettungsdienste und eine Vielzahl ehrenamtlicher Helfer, vorwiegend aus der Kreisverwaltung. Landrat Schellhaas dankte am Mittwochmorgen allen Beteiligten für den erneuten nächtlichen Einsatz.

Mit weiteren Zuweisungen Schutzsuchender an den Landkreis Darmstadt-Dieburg ist in den nächsten Tagen zu rechnen.


Flüchtlinge lernen Verkehrsregeln

Veröffentlicht am 27. Oktober 2015

Gelbe, weiße, rote und blaue Hütchen markieren Straßen und eine Kreuzung. Ein Stopp-Schild, ein Vorfahrt-Achten-Schild und ein Fahrtrichtungsschild stellen eine alltägliche Straßensituation dar. Neun Kinder im Alter von acht bis 10 Jahren fahren mit ihren Rädern auf den Übungsstraßen. Sie stammen aus Syrien, Afghanistan und mehreren Balkanstaaten. Es sind Flüchtlingskinder.

10.2015 Flüchtlinge lernen VerkehrsregelnFoto: Verkehrserziehung für Flüchtlinge ist ein wichtiger Teil der Integrationsarbeit des Seeheim-Jugenheimer Helferkreis „Asyl“. Die Kinder lernen schnell und mit großer Begeisterung die wichtigen Regeln und Schilder. (pae-foto)

Die Räder wurden von der Bevölkerung gespendet. Sicher und ohne Autoverkehr wird das Training durchgeführt. Dazu ist der Parkplatz vom Freibad Jugenheim zum Übungsplatz umfunktioniert.

Marc Xavier und Stephan Traup vom Seeheim-Jugenheimer Helferkreis „Asyl“ und ADFC geben Erklärungen und Tipps. Die Verkehrswacht Darmstadt-Dieburg hat das Fit-Mobil mit dem erforderlichen Material zur Verfügung gestellt. Der kommunale Betriebshof hat die 20 wichtigsten Verkehrsschilder bereitgestellt. Zuerst lernen die Teilnehmer, das Fahrrad zu beherrschen. Dabei werden Gleichgewicht halten und Geschicklichkeit gefördert.

Anweisungen, sich ordnungsgemäß zu verhalten und die Be-deutung der Schilder zu verstehen, erhält die Kinderschar in deutscher Sprache. „Beide Hände an den Lenker, am Stoppschild halten und dann mit einem Handzeichen einen großen Bogen fahren“, ruf Stephan Traup. Außerdem bekommen sie am Ende der rund eineinhalbstündigen Unterweisung ein Merkblatt mit den wichtigsten Regeln in arabisch, farsi oder albanisch.

Es ist bereits der dritte Durchübungstag. Am Wochenende haben Jugendliche und Erwachsene die Verkehrserziehung in jeweils rund drei Stunden mitgemacht. „Wir waren sehr erfolgreich“, freut sich Xavier Marc. Über 50 Flüchtlinge haben sich an dieser Integrationsmaßnahme beteiligt. Hinweise aus der Bevölkerung haben den Anstoß dazu gegeben. Denn die Flüchtlinge kennen die deutschen Verkehrsregeln und Schilder nicht. In ihren Heimatländern gab es dies vielen Regeln und Schilder nicht. Das führte zum Teil zu gefährlichen Verkehrssi-tuationen.


Facebookseite des Landkreises zur breiteren Information seit heute eingerichtet

Veröffentlicht am 23. Oktober 2015

Zur breiteren Information über benötigte Hilfen und Unterstützungsleistungen und zur Koordination der zahlreichen Angebote haben wir heute eine Seite bei Facebook unter www.facebook.com/fluechtlingeladadi eingerichtet.


Notunterkünfte werden belegt – Staatssekretär kündigt bis zu 1000 Flüchtlinge für den Landkreis Darmstadt-Dieburg an

Veröffentlicht am 16. Oktober 2015

Staatssekretär Werner Koch aus dem Hessischen Innenministerium hat Landrat Klaus Peter Schellhaas am Freitagabend telefonisch darüber informiert, dass bis spätestens kommenden Montag (19.) die vom Landkreis Darmstadt-Dieburg vorbereiteten Notunterkünfte in Weiterstadt und Seeheim-Jugenheim aufnahmebereit sein müssen. Eine Belegung wird nach Angaben des Staatssekretärs „gegebenenfalls in Kürze“ erforderlich sein.

Landrat Klaus Peter Schellhaas hat den Verwaltungsstab des Kreises am Freitagabend für Samstag (17.) zusammengerufen, um die Ankunft der Flüchtlinge weiter zu organisieren. Wie viele Menschen spätestens am Montag dem Landkreis zugewiesen werden, ist noch nicht beziffert.

Bereits in den vergangenen Tagen hat sich der Verwaltungsstab des Kreises mit der Einrichtung der zunächst drei Notunterkünfte beschäftigt. Die Kreisverwaltung hat Sporthallen an der Albrecht-Dürer-Schule (ADS) in Weiterstadt (ADS-Schulsporthalle und Dr.Horst-Schmidt-Halle) sowie die zwei älteren der drei Schuldorfhallen in Seeheim-Jugenheim auf ihre Eignung als Notunterkünfte überprüft. Die Notunterbringung kann dort erfolgen. Zunächst ist eine Belegung der Hallen in Weiterstadt vorgesehen, danach folgen die Hallen in Seeheim-Jugenheim.


Bürgerversammlung zu Flüchtlingen

Veröffentlicht am 16. Oktober 2015

Zu einer weiteren Bürgerversammlung in diesem Jahr lädt Hans-Jürgen Wickenhöfer, der Vorsitzende der Gemeindevertretung, am 6. November (Freitag) in die Bürgerhalle Jugenheim ein. Beginn ist um 19 Uhr. Das Schwerpunktthema lautet „Flüchtlinge/Asylbewerber in Seeheim-Jugenheim“. Auf dem Podium sitzen neben dem Vorsitzenden, Bürgermeister Olaf Kühn, Landrat Klaus-Peter Schellhaas und Kreisbeigeordnete Rosmarie Lück, die informieren und Auskunft geben. Die Besucher können zudem Fragen zu aktuellen Themen stellen, die für die Allgemeinheit von Interesse sind.


Hallen für Flüchtlinge, Lösung für Vereinssport

Veröffentlicht am 16. Oktober 2015

Am vergangenen Freitag hat die Nachricht vom Landkreis, dass zwei kreiseigene Sporthallen am Schuldorf Bergstraße als provisorische Notunterkünfte für Flüchtlinge dringend benötigt werden, höchste Betriebsamkeit ausgelöst. Bürgermeister Olaf Kühn wurde am Vormittag vom Landrat über diese Maßnahme informiert. Die Notunterkünfte dienen dazu, die derzeit überfüllten Erstaufnahmeeinrichtungen zu entlasten.

Die beiden Sporthallen wurden inzwischen geräumt und werden zurzeit vom Landkreis für die Aufnahme von Flüchtlingen vorbereitet. Von dieser Maßnahme sind sechs örtliche Sportvereine betroffen. Die vereinseigenen Geräte und Utensilien, die für den Hallensport genutzt werden, sind in Containern auf einem gemeindeeigenen Gelände zwischen gelagert worden.

Da die Hallen für den Sport nicht mehr genutzt werden können, hat der Rathauschef mit seinen Mitarbeitern eine Planung erarbeitet, die den Ausfall an Hallenzeiten für die Vereine zwischen 19.00 und 22.00 Uhr so weit wie möglich vermeidet. „Erfreulicher Weise sind wir aufgrund unserer vergleichs-weise sehr guten sportlichen Infrastruktur in der Lage, den betroffenen Vereinen mit wenigen Ausnahmen Alternativen anzubieten“, so der Bürgermeister. Möglich wird das durch Umorganisationen und bessere Hallenauslastungen. Die Fußballvereine kicken länger als üblich im Freien. Vereine erhalten in Abstimmung mit anderen Sport treibenden Vereinen Übungszeiten in den gemeindeeigenen Hallen. Die SKG Ober-Beerbach hat spontan angeboten, dass die vereinseigene Peter Peter-Halle mit genutzt werden kann. Verlagert werden kann zusätzlich ein Teil des Vereinssports in Hallen anderer Ortsteile. Vorgestellt wurde diese Planung dem Vorstand des Arbeitskreises örtlicher Vereine (AöV).

Parallel zu dieser Lösung erstellt die Sportkoordinatorin vom Schuldorf in den Herbstferien ein Konzept für den Schulsport. Danach werden beide Planungen aufeinander abgestimmt. Vorgestellt wird das Gesamtkonzept bei der Versammlung des AöV am 4. November.


Ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit besser vernetzt

Veröffentlicht am 13. Oktober 2015

Das Ehrenamt spielt in der Flüchtlingskrise eine wichtige Rolle. Rund 2.200 Flüchtlinge leben derzeit im Landkreis Darmstadt-Dieburg, mehr als 1.000 Menschen engagieren sich ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit. Um deren Arbeit zu unterstützen und die Asylkreise untereinander besser zu vernetzen, ist nun die Plattform www.netzwerk-asyl.net online gegangen.

Sie stellt den weit über tausend Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit im Landkreis Darmstadt-Dieburg und in der Stadt Darmstadt gebündelte Informationen rund um das Thema Flucht und Asyl zur Verfügung, unterstützt die Vernetzung und den Informationsaustausch der Asylkreise untereinander und die Darstellung nach außen und stellt Unterseiten für die örtlichen Asylkreise bereit. Über eine Spendenbörse können Sachspenden eingestellt und abgerufen werden, ein zentraler Terminkalender ermöglicht die kreisweite Abstimmung von Terminen und unter dem Menüpunkt „Unterstützung“ finden die Benutzer unter anderem Informationen zu Dolmetschern, Beratungsstellen, Kleiderkammern und Tafeln.

Verantwortlich für die Informationsplattform ist das ökumenische Netzwerk Asyl im Landkreis Darmstadt-Dieburg und der Stadt Darmstadt. Dieses Netzwerk wird getragen von den evangelischen und katholischen Dekanaten im Landkreis Darmstadt-Dieburg sowie der Stadt Darmstadt und wird finanziell unterstützt vom Landkreis Darmstadt-Dieburg.

Die neue Plattform wurde jetzt im Kreishaus in Darmstadt mit der Sozialdezernentin und Ersten Kreisbeigeordneten Rosemarie Lück, dem Dekan des Evangelischen Dekanats Vorderer Odenwald, Joachim Meyer, der neuen Koordinatorin für die Flüchtlingsarbeit Andrea Alt, Arno Kreh, Dekan des Evangelischen Dekanats Bergstraße, Arno Allmann, Dekan des Evangelischen Dekanats Darmstadt-Land, Ulrike Schmidt-Hesse, Dekanin des Evangelischen Dekanats Darmstadt-Stadt, und Bernd Lülsdorf vom Katholischen Dekanat Darmstadt präsentiert. Zudem wurde Andrea Alt, die neue Koordinatorin für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbei,t vorgestellt. Sie war auch federführend beim Aufbau der neuen Informationsplattform.

Andrea Alt (53) stammt aus Modautal-Brandau. Sie hat Religionspädagogik, Pädagogik, Soziologie und Theologie studiert. Seit März 2014 ist sie als Referentin für Bildung im Evangelischen Dekanat Vorderer Odenwald mit einer halben Stelle auch für das Thema Flüchtlinge zuständig. Mit einem weiteren halben Stellenanteil, der neu geschaffen wurde und vom Landkreis Darmstadt-Dieburg, den Evangelischen Dekanaten Vorderer Odenwald, Darmstadt-Land und Bergstraße sowie aus Mitteln des EKHN-Flüchtlingsfonds finanziert wird, begleitet und koordiniert sie zudem seit 1. Oktober die Arbeit der Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit.

Andrea Alt ist erfahren und kennt die Perspektive der Ehrenamtlichen: Sie hat sich in den neunziger Jahren selbst als Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit engagiert. „Es ist wichtig, dass die Asylkreise gut strukturiert sind und sich die Aufgaben teilen und von Hauptamtlichen in den Kommunen begleitet werden“, sagte Andrea Alt. Die Fortbildung und Beratung von Asylkreisen und die Vernetzung zwischen Haupt- und Ehrenamt sieht sie denn auch als ihre Hauptaufgabe. Die neue Homepage sei dazu ein wichtiger Schritt.

Sozialdezernentin Rosemarie Lück, Vize-Landrätin des Landkreises Darmstadt-Dieburg, erläuterte: „Die Homepage und die neu geschaffene Stelle, die die Arbeit der Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit begleitet, werden das ehrenamtliche Engagement vor Ort erleichtern. Da wir nach wie vor sehr auf ehrenamtliche Unterstützung bei der Betreuung von Flüchtlingen angewiesen sind und die Flüchtlingszahlen weiter steigen, liegt uns viel daran, den Ehrenamtlichen schnell und unkompliziert helfen zu können. Die finanzielle Beteiligung des Kreises ist hier gut angelegt.“


Landkreis Darmstadt-Dieburg bereitet Notunterkünfte für Flüchtlinge in Weiterstadt und Seeheim-Jugenheim vor

Veröffentlicht am 11. Oktober 2015

Der Landkreis Darmstadt-Dieburg bereitet sich auf die Einrichtung von Notunterkünften für Flüchtlinge vor. „Die aktuelle Entwicklung erfordert jetzt sehr zeitnahes Handeln, wir sind darauf vorbereitet“, erläutert Landrat Klaus Peter Schellhaas.

Die Kreisverwaltung hat Sporthallen an der Albrecht-Dürer-Schule (ADS) in Weiterstadt (ADS-Schulsporthalle und Dr.Horst-Schmidt-Halle) sowie die zwei älteren der drei Schuldorfhallen in Seeheim-Jugenheim auf ihre Eignung als Notunterkünfte überprüft. Die Notunterbringung kann dort erfolgen. Zunächst ist eine Belegung der Hallen in Weiterstadt vorgesehen, sobald den Landkreis der entsprechende Ruf des Landes Hessen erreicht. Das kann in den nächsten Tagen der Fall sein.

Landrat Klaus Peter Schellhaas erläutert: „Wir haben mit dieser Situation gerechnet und haben mit unserem Verwaltungsstab bereits schon jetzt erste Maßnahmen einleiten können. Es steht außer Frage, dass wir alle Kräfte mobilisieren, um die nötige Infrastruktur bereitzustellen. Dieser humanitären Aufgabe werden wir gerecht.“ Der Landrat steht in engem Kontakt mit den Bürgermeistern in Weiterstadt und Seeheim-Jugenheim. Der Landkreis hat im Vorfeld außerdem mit der Polizei und mit Sicherheitskräften kooperiert, um die Sicherung der Notunterkünfte und des Umfelds zu gewährleisten.

Die in Frage kommenden Sporthallen werden für den Schulsport weiter nutzbar sein, bis es zur Belegung kommen wird. Eine räumliche Einschränkung ist jedoch möglich.

Bei den in Weiterstadt und Seeheim-Jugenheim einzurichtenden Notunterkünften handelt es sich um „Überlaufeinrichtungen“, die nicht zur dauerhaften Unterbringung von Asylsuchenden dienen werden. Ankommende Menschen werden dort solange betreut, bis sie in eines der derzeit überfüllten hessischen Erstaufnahmelager gebracht, registriert und weiterverteilt werden können.

Weitere Details zu Ansprechpartnern, ehrenamtlicher Unterstützung und Spendensammlung wird die Kreisverwaltung bekanntgeben, sobald feststeht, wann die Notunterkünfte belegt werden.

Für kommenden Freitag (16.) ist in Weiterstadt im Bürgerhaus Gräfenhausen um 18 Uhr eine Bürgerversammlung zur Flüchtlingsunterbringung vorgesehen.

Aktuell sind in den 23 Städten und Gemeinden des Landkreises Darmstadt-Dieburg rund 2.200 Flüchtlinge untergebracht.


Kreis schaltet Infotelefon für Flüchtlingshilfe
Neue Rufnummer 06151/881-2222 ab dem 23. September

Veröffentlicht am 22. September 2015

Der Landkreis Der Landkreis Darmstadt-Dieburg wird ab Mittwoch (23.) ein Infotelefon ausschließlich für Fragen rund um die Flüchtlingshilfe schalten. Unter der Rufnummer 06151/881-2222 ist montags bis freitags zwischen 9 und 12 Uhr eine Mitarbeiterin der Kreisverwaltung für Fragen rund um das Thema Flüchtlinge telefonisch erreichbar.

Derzeit sind in den 23 Städten und Gemeinden des Kreises Darmstadt-Dieburg rund 2000 Flüchtlinge untergebracht. In den Rathäusern der Landkreis-Kommunen gibt es außerdem Ansprechpartner für Flüchtlingsfragen, unterstützt von einer Vielzahl ehrenamtlicher Helfer, die sich in Arbeitskreisen vor Ort engagieren.

Mit der gesonderten Rufnummer für die Flüchtlingshilfe möchte die Kreisverwaltung dazu beitragen, Fragen und Hilfsangebote aufzunehmen und zu koordinieren: „Eine Entlastung für das allgemeine Bürgertelefon des Kreises und eine zusätzliche Dienstleistung für Menschen, die vor Ort helfen wollen oder Fragen haben“, erläutert die Sozialdezernentin des Kreises, Erste Kreisbeigeordnete Rosemarie Lück.