Zehnte Sitzung vom Hauptausschuss

Zu seiner zehnten Sitzung in dieser Legislaturperiode trifft sich der Haupt- und Finanzausschuss am Dienstag, 7. Februar, um 20 Uhr im Haus Hufnagel. Sieben Beratungspunkte umfasst die vom Vorsitzenden Hans-Jürgen Wickenhöfer (SPD) aufgestellte Tagesordnung.

Fünf Vorlagen stammen vom Gemeindevorstand. Er legt die Genehmigung der Aufsichtsbehörde für den Haushalt 2017 und die Untersuchungsergebnisse auf Weichmacher im Laurentius-Kindergarten vor. Eine weitere zielt auf die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Der Landkreis hat eine Präsentation zur Einrichtung einer kreisweiten Wohngesellschaft vorgelegt.

Für die derzeit gesperrte Sport- und Kulturhalle will der Vorstand die vom Architekturbüro vorgestellte Maximallösung „Sanierung oder Neubau“ weiterverfolgen. Dazu legen die Grünen einen Fragekatalog mit 13 Punkten vor, über den der Gemeindevorstand informieren soll.

Die Sozialdemokraten wünschen neue Grundsätze bei der Änderung von Bebauungsplänen. Sie wollen den Gemeindevorstand beauftragen, ein Konzept zur Einführung von wiederkehren Beiträgen für die Straßenerneuerungen in Seeheim-Jugenheim vorzulegen.

Anmelden für kommunale Ferienspiele

In den Sommerferien veranstaltet die Gemeinde wieder Ferienspiele vom 3. bis 14. Juli sowie vom 31. Juli bis zum 11. August. Teilnehmen können Schulkinder von sechs bis zwölf Jahren. Allerdings müssen sie das erste Schuljahr besucht und ihren Hauptwohnsitz in der Gemeinde haben.

Die Ferienbetreuung wird in zwei Blöcken zu je vierzehn Tagen jeweils von Montag bis Freitag angeboten. Veranstaltungsort des ersten Blocks ist der kommunale Jugendtreff in der Sandstraße. Treffpunkt für den zweiten Block ist die Bürgerhalle im Ortsteil Ober-Beerbach.

Die Spiele beginnen täglich um 9.30 Uhr und enden um 16 Uhr. Bei Bedarf kann auch ein kostenpflichtiger Frühdienst, der von 8 bis 9.30 Uhr angeboten wird, gebucht werden. Er kosten 3,75 Euro pro halbe Stunde.

Der Teilnahmebeitrag beträgt pro Block 110 Euro für das erste Kind und 77,50 Euro für jedes weitere Kind einer Familie inklusive Frühstück, Mittagessen, Snacks und Getränken.

Eine schriftliche Anmeldung ist erforderlich. Die Bögen dazu erhält man im Internet ab 6. März unter www.seeheim-jugenheim.de oder im Rathaus beim Fachdienst Standesamt, Kinder, Jugend und Senioren (Telefon 06257/990-252), der auch die Anmeldungen entgegen nimmt.

Bürgerreise in französische Partnerstadt

Aus Anlass des 35-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft organisiert die Gemeinde Seeheim-Jugenheim eine Bürgerreise in die französische Partnerstadt Villenave d´Ornon. Das Jubiläum feiert die Stadt Villenave d´Ornon mit „Europäischen Tagen“ zusammen mit dem Netzwerk der Partnerstädte aus Portugal, Wales, Tschechien und Italien. Die Bürgerreise ist vom 1. (Donnerstag) bis 4. Juni (Pfingstsonntag) geplant. Dazu sind neben dem Bürgermeister, Vertretern der Kommunalpolitik sowie Vereinen eine Musikgruppe und Bürger eingeladen.

Mit dem Bus geht es in die rund 1.100 Kilometer entfernte Schwesterstadt im Südwesten des Nachbarlandes. Untergebracht sind die Teilnehmer in Privatquartieren. Der Kostenbeitrag beträgt 120 Euro.

Auf dem Programm steht eine Besichtigungstour durch die Schwesterstadt. Weitere Programmpunkte sind ein Konzertabend mit Musik aus allen Partnerstädten sowie ein Europäischer Kulturabend.

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bittet das Büro für Städtepartnerschaften im Rathaus, das auch weitere Auskünfte gibt,  Interessierte um schnelle Anmeldung. Kontakt: Telefon 06257/990-103 oder per E-Mail karsten.paetzold@seeheim-jugenheim.de.

Wanderausstellung: Warum Minijob? Mach mehr draus!

Laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit arbeiten bundesweit 4,8 Millionen Menschen ausschließlich in einem Arbeitsverhältnis mit geringfügiger Beschäftigung, dem Minijob. Dabei sind fünfundsiebzig Prozent aller Minijobber sind Frauen.

Mit der Wanderausstellung „Warum Minijob? Mach mehr draus!“ informiert die kommunale Gleichstellungsbeauftragte Dietgard Wienecke von Montag, 6. Februar, bis Donnerstag, 23. Februar, im Foyer der Gemeindeverwaltung, Georg-Kaiser-Platz 3, über dieses Thema.

Die Broschüre „Der Minijob – Rechte, Risiken und Nebenwirkungen“ informiert Minijobberinnen über ihre Arbeitsrechte und auch über die Folgen, die ein Minijob hat. Sie ist während der Ausstellung kostenlos erhältlich.

Geringfügige Beschäftigung erweist sich nicht als Brückenfunktion, wie oft erhofft. Vielmehr entsteht ein Klebeeffekt, aus dem die wenigsten Frauen wieder herausfinden. Bei verheirateten Frauen zeigt sich hier das klassische Rollenbild, aber auch ledige Frauen werden zu Opfern der Minijobfalle.

Die Konsequenzen sind ein hohes Risiko der Altersarmut und die finanziell große Abhängigkeit verheirateter Frauen von ihrem Ehemann. Frauen müssen sich gut überlegen, in welcher Lebenslage ein Minijob sinnvoll ist, damit er auch später keine negativen Konsequenzen mit sich bringt.

Weitere Informationen gibt Dietgard Wienecke (Telefon 06257/990-107 oder E-Mail dietgard.wienecke@seeheim-jugenheim.de).

Zum Jubiläum in die Partnerstadt

Das Jubiläum der Verschwisterung mit der französischen Stadt Villenave d´Ornon ist in diesem Jahr der Höhepunkt der Beziehungen mit den Partnerstädten in Frankreich, Tschechien und Italien. Veranstaltet werden die Feierlichkeiten vom 1. (Donnerstag) bis 5. Juni (Pfingstsonntag) in der Partnerstadt im Südwesten des Nachbarlandes. Dazu sind neben dem Bürgermeister, Vertretern der Kommunalpolitik sowie Vereinen eine Musikgruppe und Bürger eingeladen.

Mit dem Bus geht es in die rund 1.100 km entfernte Schwesterstadt. Untergebracht sind die Teilnehmer in Privatquartieren. Der Kostenbeitrag beträgt 120 Euro.

Gemeinsam mit den Delegationen aus Seeheim-Jugenheims Partnerkommunen und Torres Vedras (Portugal) sowie Brigdend (Wales/ Groß-Britannien), den Partnerstädten der Gastgeberstadt, steht eine Besichtigungstour durch die Schwesterstadt auf dem Programm. Weitere Programmpunkte sind ein Konzertabend mit Musik aus allen Partnerstädten sowie ein Europäischer Kulturabend.

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bittet das Büro für Städtepartnerschaften im Rathaus, das auch weitere Auskünfte gibt, an einer Mitfahrt Interessierte um schnelle Anmeldung bis spätestens Dienstag, 31. Januar. Kontakt: Telefon 06257/990-103 oder per E-Mail karsten.paetzold@seeheim-jugenheim.de.

Bänkelsänger bekommen Seniorenehrenpreis

Der kommunale Seniorenbeirat hatte kürzlich seine Ehrenamtlichen zum Neujahrsempfang ins Haus Hufnagel eingeladen. Der Vorsitzende der Seniorenvertretung Klaus Loem konnte rund 60 Besucher begrüßen, darunter auch Bürgermeister Olaf Kühn und den Vorsitzenden der Gemeindevertretung Torsten Leveringhaus.

In seiner Begrüßung würdigte Loem die ehrenamtliche Tätigkeit im Rahmen der Seniorenarbeit und erwähnte insbesondere die Nachbarschaftshilfe, die Vorlesepaten und das vielseitige Jahres-Seniorenprogramm. Hierbei dankte er ausdrücklich Andrea Lehrian vom Seniorenbüro der Gemeinde.

Bürgermeister Kühn blickte in seiner Rede auf die Welt-Bankenkrise 2008 zurück, die der Gemeinde erhebliche Schulden beschert hatte, die bis heute noch mit Kassenkrediten über fünf Millionen Euro den Etat belasten. Positiv aber sei die Tatsache, dass die Gemeinde das Jahr 2016 erstmals wieder mit einem Überschuss abschließen konnte. In diesem Zusammenhang dankte Kühn den ehrenamtlich engagierten Bürgern für ihren sozialen Einsatz und auch für ihre Mithilfe bei den Sparbemühungen der Gemeindeverwaltung.

Auch in diesem Jahr wurden Preise und Anerkennungen für besonderen Einsatz vergeben: Herbert Ullius bekam für seinen Einsatz für die Fahrradgruppe, mit der er regelmäßig bei Wind und Wetter unterwegs ist, die Anerkennung „Mensch mit Herz“.


Foto: Klaus Loem zeichnete Herbert Ullius, Adam Breitwieser und Theo Speckhardt für ihre ehrenamtliche Seniorenarbeit aus. (Foto: gs)

Den Senioren-Ehrenpreis erhielten Theo Speckhardt und Adam Breitwieser, bekannt auch als die „Die Letzen Bänkelsänger“. In seiner Laudatio würdigte Klaus Keimp, der die beiden Jubilare seit vielen Jahren kennt, die hervorragenden menschlichen Qualitäten von Theo Speckhardt und Adam Breitwieser, ihr großes Engagement unter anderem in den Seniorenheimen, in die sie viel Freude gebracht haben, und auch ihre unermüdlichen Spendensammlungen. Inzwischen haben sie mehr als 40.000 Euro für gemeinnützige Zwecke gesammelt, wofür ihnen schon der Hessischen Verdienstorden am Bande verliehen wurde.

Von Wohnraum bis Sporthalle

Sieben Anträge wollen die Gemeindevertreter unter dem Vorsitz von Jürgen Neipp (CDU) bei ihrer Sitzung vom Bauausschuss am Dienstag, 31. Januar beraten. Beginn ist um 20 Uhr im Haus Hufnagel.

Vier Vorlagen bringt der Gemeindevorstand ein. Eine befasst sich mit der Bebauungsplanaufstellung „Darmstädter Straße 10“ und eine weitere mit der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Der Landkreis hat eine Präsentation zur Einrichtung einer kreisweiten Wohngesellschaft vorgelegt.

Für die derzeit gesperrte Sport- und Kulturhalle will der Vorstand die vom Architekturbüro vorgestellte Maximallösung „Sanierung oder Neubau“ weiterverfolgen. Dazu legen die Grünen einen Fragekatalog mit 13 Punkten vor, über den der Gemeindevorstand informieren soll. Für die verlängerte Odenwaldstraße soll ein korrigierter oder alternativ kein Bebauungsplan aufgestellt werden.

Alle vier Fraktionen in der Gemeindevertretung wollen ein kleines Naturschutzgebiet, südlich von Malchen im Gebiet „Am Schützenberg“ gelegen, der Unteren Naturschutzbehörde vorschlagen. Die Anregung kommt vom NABU.

Weiterhin informiert der Vorstand über das Kulturlandschaftliche Modellvorhaben Blütenhang. Hierzu hatten die SPD und DIE GRÜNEN jeweils Anträge gestellt. Die Sozialdemokraten wünschen neue Grundsätze bei der Änderung von Bebauungsplänen.

Vortrag „Syriens Kulturgüter“

In den Nahen Osten führt die Bilderreise, zu der Gerhard Cimbollek am Donnerstag, 2. Februar, im Rahmen des Seniorenprogramms der Gemeinde einlädt.  Der Vortrag „Syriens Kulturgüter“  beginnt um 15 Uhr im Raum Culitzsch im nicht gesperrten Teil der Sport- und Kulturhalle in Seeheim. Der Eintritt ist frei.

Der Referent hat das Land 2004 bereist. Er zeigt Fotos von Stätten die Weltkulturerbes, die heute zerstört und verkauft sind. Sehenswert sind die Aufnahmen von Palmyra. Der Vortrag hat hohe Aktualität, weil derzeit Friedensverhandlungen der Bürgerkriegsparteien laufen.

Frauen werden sprechstark

Die Sprache verrät viel über die Haltung eines Menschen. Klare Sprache erzeugt eine klare innere Einstellung und überzeugendes Verhalten. Den bewussten Umgang mit Sprache können Frauen bei dem Seminar „Sprache wirkt – immer. Führungsstark sprechen“ lernen. Angeboten wird es von der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten Dietgard Wienecke gemeinsam mit dem Büro für Staatsbürgerliche Frauenarbeit aus Wiesbaden am Samstag, 18. Februar. Es beginnt um 10 Uhr im Haus Hufnagel und endet um 16 Uhr. Referentin ist die Stimm- und Sprachtrainerin Daniela Grimm-Roth.

Anmeldungen nimmt Wienecke ab sofort unter Telefon 06257/990-107 oder E-Mail dietgard.wienecke@seeheim-jugenheim.de entgegen. Anmeldeschluss ist am 8. Februar.

Neujahrsempfang der Gemeinde

Zum Neujahrsempfang der Gemeinde am Samstag, 21. Januar laden Bürgermeister Olaf Kühn und der Vorsitzende der Gemeindevertretung Torsten Leveringhaus die Bürger von Seeheim-Jugenheim, die Vertreter von Vereinen, Verbänden, Organisationen und Zusammenschlüssen, Repräsentanten des öffentlichen Lebens sowie von Handel, Gewerbe und Institutionen ein. Beginn ist um 15.00 Uhr im Haus Hufnagel.

Fußball im KZ – die „Liga Terezin“ – Holocausttag: Film und Podiumsgespräch

Mit einer Veranstaltung beteiligt sich der Gemeindevorstand mit Unterstützung der Spielvereinigung Seeheim-Jugenheim, des Fördervereins Liberale Synagoge Darmstadt und der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung am Freitag, 27. Januar, an dem „Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust“ sowie am „Erinnerungstag im deutschen Fußball“. Beginn ist um 19.30 Uhr im Haus Hufnagel. Der Eintritt ist frei.

Die Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zeigt den Film „Liga Terezin – Fußball im Konzentrationslager Theresienstadt“. Anschließend moderiert Gemeindepressesprecher Karsten Paetzold ein Podiumsgespräch. Seine Gäste sind Alon Meyer, Vorsitzender des jüdischen Turn- und Sportverein Makkabi Frankfurt und Martin Frenzel, Vorsitzender vom Förderverein Liberale Synagoge Darmstadt und Initiator des Darmstädter Karl-Heß-Platzes.

Das KZ Theresienstadt – 50 Kilometer nördlich von Prag – diente der nationalsozialistischen Propaganda als „Vorzeigeghetto“. Es war das einzige Lager mit einer Fußballiga. Im Kasernenhof spielten Gefangene gegeneinander. Es gab Schiedsrichter und handgeschriebene Sportzeitungen. Für die Häftlinge war Fußball Ablenkung vom grausamen Alltag. Die Nazis machten davon Filmaufnahmen für ihre Propaganda.

Der israelische Computerspezialist Oded Breda entdeckte auf den Bildern seinen Onkel Pavel, der wenige Wochen nach dem Spiel ermordet wurde. Breda produzierte den Dokumentarfilm. Ende 2016 wurde dieser Film erstmals in zehn Städten in Deutschland gezeigt.

Fahrt zur Oper „Faust“

Zu einer Fahrt ins Staatstheater Darmstadt lädt das Seniorenprogramm der Gemeinde am 8. Februar (Mittwoch) ein. Auf dem Spielplan steht die Oper „Faust“. Organisiert und begleitet wird der Besuch von Heike Plate, Mitglied im kommunalen Seniorenbeirat. Der Bus startet um 18.30 Uhr vom Villenave d´Ornon-Platz in Seeheim. Anmeldungen nimmt ab sofort das gemeindliche Seniorenbüro in der Gemeindeverwaltung (Telefon 06257/990-284) entgegen.

1859 schuf der Franzose Charles Gounod eine Komposition von Goethes „Faust“. Die Oper zeigt die Liebesgeschichte zwischen Doktor Faust und Gretchen. Faust ist hier kein Wissenschaftler, der über die menschliche Erkenntnismöglichkeit meditiert, sondern ein einsamer Mann auf der Suche nach Liebe.

Freie Plätze bei Seniorenreise Korsika

Korsika ist vom 30. September bis 7. Oktober Ziel einer Reise für Senioren. Angeboten wird sie im Rahmen des gemeindlichen Seniorenprogramms von Dörte Hartmann. Teilnehmen können auch Interessierte aus der Region. Die Fahrtkosten betragen pro Person im Doppelzimmer 1.130 Euro. Für ein Einzelzimmer wird ein Zuschlage von 266 Euro berechnet.

Anmeldungen nimmt das Kommunale Seniorenbüro in der Gemeindeverwaltung (Telefon 06257/990-284) entgegen. Ausführliche Informationen gibt Frau Hartmann unter Telefon 06257/8 23 07.

Die französische „Insel der Schönheit“ besticht mit grandiosen Landschaften: von goldfarbenen Sandstränden, romantischen Buchten und malerischen Häfen bis hin zu Gebirgen mit urigen Bergdörfern sowie dem Duft der Macchia und Kastanien. Erkundet wird Napoleons Heimat mit Bus, Bahn und Schiff.

Umweltthemen im Ausschuss

Alle vier Fraktionen in der Gemeindevertretung wollen ein kleines Naturschutzgebiet südlich von Malchen – im Gebiet „Am Schützenberg“ gelegen – der Unteren Naturschutzbehörde vorschlagen. Die Anregung kommt vom NABU.

Mit diesem Antrag beschäftigt sich der Ausschuss für Umwelt- und Naturschutz in seiner kommenden Sitzung am Dienstag, 24. Januar. Beginn ist um 20 Uhr im Haus Hufnagel.

Der Gemeindevorstand legt die Antwort der Bundesnetzagentur über die Messung hochfrequenter Felder am Kreiskrankenhaus und Rosenweg vor. Weiterhin informiert der Vorstand über das kulturlandschaftliche Modellvorhaben Blütenhang. Hierzu hatten die SPD und DIE GRÜNEN jeweils Anträge gestellt.

Für die derzeit gesperrte Sport- und Kulturhalle möchte der Vorstand die vom Architekturbüro vorgestellte Maximallösung „Sanierung oder Neubau“ weiterverfolgen. Die Sitzung beginnt mit der Präsentation der HEAG mobilio „Pilotlinie Mobilitätsstationen“.

Neujahrsempfang der Gemeinde

Zum Neujahrsempfang der Gemeinde am Samstag, 21. Januar laden Bürgermeister Olaf Kühn und der Vorsitzende der Gemeindevertretung Torsten Leveringhaus die Bürger von Seeheim-Jugenheim, die Vertreter von Vereinen, Verbänden, Organisationen und Zusammenschlüssen, Repräsentanten des öffentlichen Lebens sowie von Handel, Gewerbe und Institutionen ein. Beginn ist um 15.00 Uhr im Haus Hufnagel.

Verzögerungen beim Kommunalen Winterdienst

Vom Pech verfolgt ist derzeit der Betriebshof der Gemeinde. Zwei Fahrzeuge für den Winterdiensteinsatz sind seit Sonntag defekt. Bei einem Unimog ist die Kupplung kaputt, beim anderen ist die Technik ausgefallen, so dass es mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr Balkhausen abgeschleppt werden musste.

Die Gemeindeverwaltung lässt die Schäden so schnell wie möglich beheben. Sie bittet die Bürger um Verständnis, soll es in den nächsten Tagen zu Verzögerungen beim Winterdienst kommen.

Kommunalpolitik direkt erleben

Wie Kommunalpolitiker, Parteien und Fraktionen die Interessen der Bürger und Wähler in den kommunalpolitischen Gremien vertreten, kann man selbst erleben. Die Sitzungen der Gemeindevertretung, ihrer Ausschüsse, der Ortsbeiräte und des Jugendparlamentes sind öffentlich. Das gilt auch für den Ausländerbeirat und die Seniorenvertretung. Kommunalpolitisch Interessierte sollten sich die Termine in den Kalender eintragen, um den von ihnen gewählten Parlamentariern über die Schulter zu schauen und zuzuhören. So können sie die Beschlüsse und vorangehenden Debatten live verfolgen.

Die Gemeindevertretung tagt in der Regel donnerstags um 20 Uhr im großen Saal der Stützpunktfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Seeheim in der Philipp-März-Straße 30. Die nächsten Sitzungstermine sind am: 16. Februar, 30. März, 18. Mai, 22. Juni, 7. September, 2. November sowie 14. Dezember.

Das Ortsparlament hat vier Fachausschüsse, die sich in der Regel dienstags um 20 Uhr in Seeheim im Haus Hufnagel treffen. Die Ausschüsse sind der Haupt- und Finanzausschuss, der Bauausschuss, der Ausschuss für Umwelt- und Naturschutz und der Ausschuss für Soziales, Kultur und Sport.

Der Haupt- und Finanzausschuss kommt zu Sitzungen am 7. Februar, 21. März, 9. Mai, 13. Juni, 29. August, 24. Oktober, zu einer Doppelsitzung am 5. und 6. Dezember (Mittwoch) sowie am 12.Dezember zusammen.

Der Bauausschuss hat seine Sitzungen am 31. Januar, 14. März, 2. Mai, 6. Juni, 22. August, 26. September und 28. November.

Der Ausschuss für Umwelt- und Naturschutz hat seine Sitzungen am 24. Januar, 7. März, 30. Mai, 15. August, 19. September sowie am 21. November.

Der Ausschuss für Soziales, Kultur und Sport trifft sich 17. Januar, 21. Februar, 25. April, 23. Mai, 27. Juni, 12. September und 14. November.

Orts- und Terminänderungen oder Zusatztermine werden im Amtsblatt der Gemeinde veröffentlicht.

Ausstellung: Gemalte Reisebilder

„Menschen, Länder, Abenteuer …“ ist der Titel der Ausstellung, die in der Treppenhausgalerie der Gemeindebücherei Seeheim, Ober-Beerbacher-Straße 1 zu sehen ist. Acht Hobbymaler von Armidas Malwerkstatt haben ihre besonderen Eindrücke von Objekten und Zielen bei ihren Reisen in Acryl- und Aquarellbildern festgehalten. Mit der Ausstellung wollen sie die Besucher auf Entdeckungen in nahe und ferne Länder und Kulturen mitnehmen.

Zu sehen ist die Bilderschau zu den Öffnungszeiten der Bücherei: Mittwochs von 9 bis 11 Uhr und 16 bis 19 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Letzter Ausstellungstag ist der 30. März.

Film und Podiumsgespräch

„Liga Terezin“ lautet der Titel der Veranstaltung, zu der der Gemeindevorstand mit Unterstützung der Spielvereinigung Seeheim-Jugenheim, des Fördervereins Liberale Synagoge Darmstadt und der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung am Freitag, 27. Januar, einlädt. Beginn ist um 19.30 Uhr im Haus Hufnagel. Anlass ist der Holocausttag.

Gezeigt wird der Film „Liga Terezin – Fußball im Konzentrationslager Theresienstadt“. Anschließend moderiert Gemeindepressesprecher Karsten Paetzold ein Podiumsgespräch. Seine Gäste sind Alon Meyer, Vorsitzender des Turn und Sportverein Makkabi Frankfurt und Martin Frenzel, Vorsitzender vom Förderverein Liberale Synagoge Darmstadt und Initiator des Darmstädter Karl-Heß-Platzes. Der Eintritt ist frei.

Brennende Themen im Sozialausschuss

Mit dem Vortrag „Daten zur Bevölkerungsentwicklung“ beginnt die Sitzung vom Ausschuss für Soziales, Kultur und Sport am Dienstag, 17. Januar um 20 Uhr im Haus Hufnagel. Die Referentin Dr. Tamara Eschler ist Statistikerin in der Abteilung „Strategische Planung“ beim Landkreis Darmstadt-Dieburg. Der Ausschuss möchte sich intensiv mit dem demografischen Wandel beschäftigen.

Anschließend berät er die Anträge von der SPD und dem Gemeindevorstand. Die Sozialdemokraten wollen ein Gremium zur Entwicklung des Tourismus installieren, um ein Konzept zu erarbeiten und die Besucherzahl zu erhöhen.

Drei Vorlagen bringt der Gemeindevorstand ein: Den Prüfbericht zu Untersuchung vom Laurentius-Kindergarten auf Weichmacher sowie die Schaffung von bezahlbaren Wohnraum. Der Landkreis hat eine Präsentation zur Einrichtung einer kreisweiten Wohngesellschaft vorgelegt. Der Gemeindevorstand will sein Interesse an der Gesellschaft bekunden. Für die derzeit gesperrte Sport- und Kulturhalle will der Vorstand die vom Architekturbüro vorgestellte Maximallösung „Sanierung oder Neubau“ weiterverfolgen.

55 Geburten und 132 Heiraten

Mit Beginn des neuen Jahres gibt es vom Standesamt eine kleine Aufstellung über die Geburten und Hochzeiten des abgelaufenen Jahres.

55 Geburten – davon einunddreißig Mädchen und vierundzwanzig Jungen – verzeichnet die Statistik (2015: 40 Geburten davon 19 Jungen und 21 Mädchen). Die beliebtesten Mädchennamen waren Marie, Elisa sowie Isabel (im Vorjahr Alea, Amaja und Amelie). Die Namen Jakob, Fridolin und Gregor wurden von den Eltern für ihre Jungen am häufigsten ausgewählt (im Vorjahr Aneas, Anoki und Emil).

Die gemeindliche Statistik verzeichnet 132 (98) Eheschließungen. Beim ältesten Paar war der Mann 88 Jahre alt und die Frau 77 Jahre. Beim jüngsten Ehepaar waren der Mann 23 Jahre alt und die Frau 21 Jahre.

Außerdem wurden zwei (drei) Partnerschaften geschlossen.

Schüler füllen weiße Seiten der Gemeindegeschichte

Zwangsarbeiter: Seeheim-Jugenheimer um Mithilfe gebeten

Ein bisher unerforschtes Kapitel der Geschichte der Gemeinde Seeheim-Jugenheim bearbeitet die Geschichtswerkstatt der Geschwister-Scholl-Schule Bensheim: „Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Seeheim-Jugenheim“. Mit Unterstützung ihrer Lehrer Franz Josef Schäfer, Frank Maus und Peter Ströbel möchten die 17 Schülerinnen und Schüler Licht in das Dunkel dieses Abschnitts vom Nationalsozialismus vor Ort bringen. Im Rathaus helfen der Leiter des Gemeindearchivs Klaus Kraft und Pressesprecher Karsten Paetzold. Im Dezember vergangenen Jahres hatte die Gemeindevertretung das Projekt beschlossen.

Es ist der zweite Forschungsauftrag, den die Geschichtswerkstatt im Auftrag der Gemeinde übernommen hat.  Bereits im Jahr 2012 hat sie nach fast zweijähriger Arbeit eine über 1.100 Seiten umfassende Dokumentation unter dem Titel „Opfer des Nationalsozialismus aus Seeheim-Jugenheim“ erstellt. Dieses hoch subventionierte Buch ist für 15 Euro im Bürgerbüro in der Gemeindeverwaltung erhältlich.

An mehreren Projekttagen lernen die Schüler des Leistungskurses Geschichte die Methode der Zeitzeugenbefragung kennen und werden in das wissenschaftliche Arbeiten eingeführt. In verschiedene Gruppen eingeteilt befassen sie sich dann mit Kopien von Originaldokumenten. Diese sichten sie nach Namen von Zwangsarbeitern.

Die Lehrer haben dazu an diversen Tagen Vorarbeiten geleistet. Im Archiv des „Internationalen Suchdienstes“ in Bad Arolsen haben sie einige Tage in den zurückliegenden Sommerferien recherchiert. 601 Namen hat das Archiv für Seeheim-Jugenheim dokumentiert. Allerdings sind nicht alle Zwangsarbeiter. Schäfer erklärt, „dass die Datenlage oft so abstrakt sei, dass nicht jedes Schicksal mühelos nachvollzogen werden kann“. Weitere Informationen erhoffen sich die drei Lehrkräfte bei weiteren Recherchen im Hessischen Hauptstaatsarchiv in Wiesbaden. Hier könnten Entnazifizierungsakten weitere Mosaiksteine zutage bringen.

Doch wie das Leben der Zwangsarbeiter im Alltag aussah, wer die Arbeitgeber waren, wo die Arbeiter untergebracht waren, das steht nicht in den Akten. Das aber möchte die Geschichtswerkstatt zusammentragen. „Das ist die eigentliche Arbeit in der Gemeinde, um die Lebenszusammenhänge darzustellen“, erläutern Schäfer und Maus. Auch an Fotos und weiteren Dokumenten sind sie sehr interessiert, auch wenn diese im NS-Regime verboten waren.

Die Zwangsarbeit in Seeheim-Jugenheim unterschied sich nicht von der Zwangsarbeit im damaligen Deutschen Reich. Es gab natürlich zahlreiche Fälle wie beispielsweise im Hotel „Hufnagel“, in einem Kriegslazarett in Seeheim, im ehemaligen Hofgut „Talhof“ oder auch in Bäckereien, Gaststätten oder in der Landwirtschaft. Auch in kleinen Geschäften und Familienbetrieben waren Zwangsarbeiter eingesetzt. „Eventuell gibt es ehemalige Mitarbeiter, die berichten können“, hofft Frank Maus.

Da der größte Teil der Zeitzeugen verstummt ist, setzen Schüler und Lehrer auf persönliche Erinnerungen von Familien, Nachbarn, Freunden und Bekannten oder Nachkommen von Geschäftsleuten. Sie alle können wertvolle Hinweise und Informationen geben. Diese werden auf Wunsch vertraulich behandelt, versprechen die Geschichtswerkstatt und die Gemeinde und rufen dazu auf, mitzuhelfen und sich im Rathaus bei Pressesprecher Karsten Paetzold (Telefon 06157/990-103 oder E-Mail karsten.paetzold@seeheim-jugenheim.de) zu melden.

„Nach Abschluss des Projektes wird es eine Veröffentlichung geben“, betont der Pressesprecher. Jeder, der interessiert soll die Ergebnisse lesen können. Mit der Veröffentlichung, ob als Buch oder Broschüre, rechnet Paetzold erst im Frühjahr 2018.

Informationen

Die Wissenschaft unterscheidet heute zwischen ausländischen Zivilarbeitern, Kriegsgefangenen und Häftlingen.

Auf dem Gebiet des Dritten Reiches waren während des Zweiten Weltkriegs rund 13,5 Millionen ausländische Kräfte und Häftlinge eingesetzt. Davon waren 8,4 Millionen Zivilarbeiter, 4,6 Millionen Kriegsgefangene und 1,7 Millionen KZ-Häftlinge.

Gemeinde hat 40. Geburtstag

Mit dem 40. Geburtstag der Großgemeinde begann das neue Jahr. Am 1. Januar 1977 trat die bis dahin größte Gebietsreform Hessens in Kraft. Die beiden selbstständigen Gemeinden Seeheim und Jugenheim wurden zur Gemeinde Seeheim vereint.

Nachdem die Zeiger der Uhren in der Sylvesternacht 1976/1977 auf 0 Uhr sprang, hatten alte Postleitzahlen und Ortsschilder ausgedient. Vieles musste neu organisiert werden: Die Gemeindeverwaltungen wurden zusammengelegt, Wahlen für die neue Gemeindevertretung mussten vorbereitet und die Skeptiker überzeugt werden.

Foto: Seit 40 Jahren ist die alte Seeheimer Schule Rathaus für die Großgemeinde Seeheim-Jugenheim.

Zwischen Weihnachten und Sylvester 1976 wurde die Jugenheimer Verwaltung in das Seeheimer Rathaus eingegliedert.

Die neue Gemeinde umfasste jetzt die ehemals selbständigen Gemeinden Seeheim und Jugenheim und die Ortsteile Malchen, Ober-Beerbach, Steigerts, Stettbach und Balkhausen. Schmal-Beerbach, das zuvor zu Seeheim gehört hatte, wurde in die Gemeinde Lautertal eingegliedert.

Jugenheims damaliger Bürgermeister Robert Müller setzte sich für den Gemeindenamen „Seeheim-Jugenheim“ ein. Nach einem Jahr, am 1. Januar 1978, war sein Anliegen mit der Unterstützung vieler Bürger erfolgreich. Die Gemeinde führt nun den Doppelnamen Seeheim-Jugenheim.

Ein neues Wappenwurde von einem Heraldiker gestaltet. Das durch einen eingebogenen gestürzten goldenen Sparren geteilte Wappen zeigt oben in Rot einen silbernen Stern, unten in Blau ein silbernes Hufeisen und hinten eine silberne Hippe (Rebmesser). Der Stern stammt aus dem Seeheimer Wappen und weist auf die frühere Zugehörigkeit zur Grafschaft Erbach hin. Die Hippe steht für den Weinbau. Sie war im Seeheimer und Jugenheimer Wappen enthalten. Das aus dem Jugenheimer Wappen kommende Hufeisen weist auf die zahlreichen Mühlen hin, die ihr Mahlgut mit Pferdegespannen angeliefert bekamen.

„Aus damaliger und aus heutiger Sicht war die Gebietsreform notwendig. Erforderliche Großprojekte konnten nur gemeinsam gestemmt werden“, lautet die Bilanz von Bürgermeister Olaf Kühn (parteilos).

Seniorenvertretung berät

Zweimal im Jahr tagt die kommunale Versammlung der Seniorenvertreter, um über die Interessen der über 5.500 Senioren in der Gemeinde zu beraten. Der Vorsitzende Klaus Loem lädt zur nächsten öffentlichen Sitzung am Freitag (13. Januar) ins Haus Hufnagel ein. Beginn ist um 14.30 Uhr.

Im Mittelpunkt steht der Jahresbericht 2016 des Seniorenbeirates. Weiteres Thema ist der Stand zur Neuwahl der Vertretung. Wahltag ist der 26. April. Anschließend wird über Anträge entschieden.

Im Kinderkino „Benni, der Lausebengel“

Am Mittwoch, 11. Januar, läuft im kommunalen Kinderkino im Haus Hufnagel der Film „Benni, der Lausbengel“. Beginn ist um 15 Uhr. Dazu laden die Jugendförderung der Gemeinde und die Werkstatt Sonne alle Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren ein. Der Eintritt ist frei. Nach der Vorstellung spielen und basteln Mitarbeiter der Werkstatt Sonne bis 18 Uhr mit den jungen Kinogängern.

Bennis Vater ist Seemann, der sich irgendwo in Spanien herumtreibt. Und weil Benni zu seinem Papa möchte, schmiedet er einen Plan: der heilige Nikolaus bringt Kinder, die nicht brav waren, nach Spanien.

Benni beschließt zum frechsten Jungen der Stadt zu werden.  Er trägt sich heimlich selbst in dessen berühmtes Buch ein. Prompt kommt er auf das Schiff des Nikolaus. Dort fällt er bald auf, da er nicht wie die anderen Kinder fliehen will.